„kreuz und quer“ am 24. Juli: „Der Apokalypse-Code“ und „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ ab 22.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Kein Text hat die menschlichen Vorstellungen vom Weltende so geprägt wie die Johannes-Apokalypse. Auf diese Schrift gehen Redewendungen zurück, die noch heute in aller Munde sind. Und das Wort „Apokalypse“ ist zum Gattungsbegriff für alle Untergangsszenarien geworden. Für die „kreuz und quer“-Dokumentation „Der Apokalypse-Code“ begibt sich der Filmemacher Friedrich Klütsch am Dienstag, dem 24. Juli 2018, um 22.30 Uhr in ORF 2 auf die Suche nach der wahren Bedeutung des Apokalypse-Codes.

Das menschliche Gehirn kann nicht nur die Wahrnehmung der Realität, sondern auch die Realität selbst beeinflussen. Information, also Geist, verändert Biologie, also Materie. Unsere Beobachtung verändert obendrein das, was wir sehen. In den Experimenten der Quantenphysik entsteht Realität erst durch Messung. Zudem sind Teilchen über große Distanz auf unvorstellbare Art verbunden. Diese Mechanismen, von Physik und Neurobiologie entdeckt, stellen unser Weltbild zunehmend infrage. Und sie offerieren neue Möglichkeiten: Unser Selbst nimmt Einfluss auf unsere Zukunft. Menschen beeinflussen ihre persönliche Wirklichkeit positiv. In der Dokumentation „Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ begibt sich Wissenschaftsjournalist Kurt Langbein um 23.15 Uhr auf eine Reise, um das Wesen der Wirklichkeit zu erkunden.

„Der Apokalypse-Code“ – Ein Film von Friedrich Klütsch

Die Offenbarung des Johannes, auch Apokalypse genannt, ist das letzte Buch des Neuen Testaments der Bibel und enthält viele rätselhafte Bilder, die fremd und faszinierend zugleich sind. Fantasy-Literatur und Science-Fiction-Filme bedienen sich reichlich aus dem Bilderschatz, ohne dass den Lesern und Zuschauern der biblische Ursprung bewusst wäre. Die Lust am Untergang, an der Apokalypse, ist ein psychologisches Motiv, das in der Menschheitsgeschichte immer wieder zu beobachten ist. Weltuntergangsstimmung zu verbreiten und sich auszumalen, wie es denn sein wird, fasziniert und erschreckt. In regelmäßigen Abständen machen sich mehr oder weniger zweifelhafte Propheten diese Bereitschaft und Angst-Lust zunutze, um den Weltuntergang vorherzusagen.
Das aufzuzeigen ist schon spannend genug. Noch interessanter wird es aber, wenn man sich auf die Spuren des Originals begibt. Was wollte der Verfasser „Johannes“ denn mit seinen kryptischen Beschreibungen sagen? Und warum wurde das Buch überhaupt in die Bibel aufgenommen, während andere Texte von den Kirchenvätern nicht anerkannt wurden? Es muss also eine Botschaft enthalten, die für die damaligen Christen von großer Bedeutung war. Liegt es daran, dass man den Autor mit Johannes dem Evangelisten gleichgesetzt hat, der ja Jesus noch gekannt haben soll?
Der Versuch, den Apokalypse-Code zu entschlüsseln, bringt viele überraschende Ergebnisse. Die historisch-kritische Forschung macht einerseits Schluss mit manchen Mythen, insbesondere den Verfasser betreffend, andererseits findet sie so viele Hinweise auf konkrete geschichtliche Ereignisse, dass eine Datierung und Verankerung in der damaligen Erfahrungswelt möglich wird. Und plötzlich wird klar, warum Johannes so rätselhaft gesprochen hat. Er wollte sich schützen vor Verfolgung. Als einer, der die Botschaft Jesu ernst genommen und einer Aufweichung der Prinzipien nicht zugestimmt hat, wollte er die Mitbrüder und Mitschwestern im Glauben stärken und ihnen trotz aller Bedrohung und Untergangsszenarien Hoffnung machen.

„Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“ – Ein Film von Kurt Langbein

Auf der Suche nach dem Wesen der Wirklichkeit begegnet Kurt Langbein unter anderem dem Placebo-Forscher Fabrizio Benedetti, der auf dem Matterhorn mit Experimenten beweist, dass auf 3.500 Metern leere Sauerstoffmasken allein durch die Information, jetzt reinen Sauerstoff zu atmen, bei Testpersonen genauso leistungssteigernd wirken wie echter Sauerstoff.
Der Quantenphysiker Lukas Mairhofer wiederum löst Moleküle aus lebenden Zellen mit 800 Atomen in Wellen auf und zeigt, dass sie gleichzeitig an zwei Orten sein und dieselben Eigenschaften annehmen können. Wenn wir sie aber messen, verschwindet der Spuk.
Das Paartherapeuten-Paar Hans und Ute Giffey weiß indessen nach 30 Jahren Ehe: „Es gibt immer zwei Wirklichkeiten. Und es ist nur die Kunst, die Wirklichkeit des anderen zu erfühlen oder zu begreifen. Und dann ist es kein Konfliktpotenzial mehr, dann sind es einfach zwei Wirklichkeiten, die nebeneinander existieren dürfen und sogar müssen, weil nur so wachsen wir im Endeffekt und erweitern unsere Verbindung und unser Verständnis füreinander.“
Und die Forscherin Laurie McCubbin führt zu den Schauplätzen der berühmten Resilienzstudie auf Hawaii und zeigt, dass die innere Haltung von Menschen Materie zum Positiven verändern kann.
Das Fazit des Psychoneuroimmunologen Joachim Bauer dazu: „Vor 30 Jahren galt das Paradigma, dass unsere Gene den Körper wie eine determinierte Maschine steuern. Jetzt wissen wir, dass soziale Einflüsse und andere Umweltfaktoren auf den Körper so einwirken und die Aktivität der Gene beeinflussen. Die gemeinsame Wirklichkeit, die vor 30 Jahren innerhalb der Wissenschaft galt, können wir heute so einfach nicht mehr glauben. Weil wir neue Erkenntnisse haben, die unsere Wirklichkeitswahrnehmung auch in der Wissenschaft total verändern.“

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