„Thema“ am 16. Juli: Kroatische Fans im WM-Taumel

Außerdem: Rettung aus der Höhle und Demenz – Volkskrankheit der Zukunft

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 16. Juli 2018, um 21.05 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

Kroatische Fans im WM-Taumel

Zum ersten Mal in der Geschichte steht die kroatische Nationalmannschaft in einem Weltmeisterschaftsfinale. Und die große kroatische Community in Österreich feiert an Spielabenden laut und euphorisch. Aber: Neben kroatischen Flaggen tauchten dabei auch nationalistische Ustascha-Symbole auf. „Wenn jemand mit seinem Fuß einen Ball kickt, ist das noch nicht politisch. Aber alles drum herum ist es“, sagt Sportsoziologe Otmar Weiß. Er beschäftigt sich mit den verbindenden und den trennenden Aspekten des Fußballs. Dario Brentin schreibt seine Doktorarbeit darüber: „Es gibt keine Sportart, die die nationale Identität so stärkt und transportiert wie der Fußball. Für eine junge Nation wie Kroatien ist das essenziell. Auch für die Kroaten in der österreichischen Diaspora.“ Andrea Poschmaier und Christoph Seibel beobachten das WM-Finale auf der Wiener Ottakringer Straße.

Rettung aus der Höhle

Nach 17 Tagen sind die zwölf Buben und ihr Trainer aus der thailändischen Tham-Luang-Höhle gerettet worden. Wie arbeiten die Höhlenretter in Österreich? Immer wieder werden Menschen eingeschlossen, etwa in der Salzburger Lamprechtshöhle. Auch hier ist das Wasser schon mehrmals durch starken Regen plötzlich angestiegen, Touristen konnten die Höhle nicht mehr verlassen. Karoline Glitzner war im Team der Höhlenrettung und kennt die Lamprechtshöhle seit ihrer Kindheit. „Für Kinder ist es beängstigend, in der Höhle eingeschlossen zu sein. Durch das Wasser ist es sehr laut drinnen, und man weiß nicht genau, wie lange es dauern wird, bis man draußen ist“, sagt die Höhlenexpertin. Ein Bericht von Eva Kordesch und Michael Eisner.

Demenz – Volkskrankheit der Zukunft

130.000 Menschen in Österreich leiden unter Demenz. Diese Zahl wird sich in den nächsten 30 Jahren verdoppeln. Schon heute sind bis zu 85 Prozent aller Senioren in Pflegeheimen von einer Form der Demenz betroffen. Oft ist das Pflegepersonal überfordert. Der Verein MAS-Alzheimerhilfe hat in Oberösterreich das Konzept des Aktivtrainings für Demenzpatienten entwickelt. „Die Menschen werden ruhiger und fröhlicher, die Krankheit schreitet sogar langsamer voran. Und mein Stresspegel ist deutlich gesunken“, sagt die Aktivtrainerin Claudia Hosner. Die meisten Erkrankten werden in der Familie gepflegt. Viele Angehörige holen sich zu spät Hilfe. „Ich habe mir unsere Pension schon anders vorgestellt. In mir ist so etwas wie Wut hochgekommen. Das muss man sich eingestehen“, sagt Ulrike Wallner, deren Mann Alzheimer hat. In einer Selbsthilfegruppe der Caritas findet sie Unterstützung. Markus Stachl berichtet.

Im Reich der Affen – Primatenforschung mitten in Kärnten

Die Bilder gingen um die Welt: 1996 entwischten 40 Japanmakaken – nicht in Japan, sondern mitten in den Kärntner Wäldern. Peter Gaubatz wollte sich seinen Traum eines eigenen „Affenbergs“ in Landskron erfüllen und hatte die Tiere aus Japan eingeflogen. Mit Mühe konnten die exotischen Tiere eingefangen werden, und offenbar fühlen sie sich wohl in Kärnten – aus 40 wurden mittlerweile 163 Makaken. Das Reich der Affen nahe Villach gilt als europaweit einzigartiges Forschungszentrum für Primatologie. Im Herbst soll sogar ein Universitätslehrgang für Affenforschung starten, berichtet Christoph Bendas.

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