Frankreich schlägt Kroatien mit 2:1

UNIQA vergleicht die Volkswirtschaften der beiden WM-Finalisten

Wien (OTS) -

  • Tourismus bringt Kroatien in Führung
  • Frankreich gleicht mit Handel aus
  • Höhere Effizienz gibt den Ausschlag für Frankreich

Die Überraschungsmannschaft der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland ist sicher Kroatien. In einem Ländervergleich der Volkswirtschaften der beiden Finalisten kommt UNIQA Volkswirt Franz Xaver Zobl schon heute zum Ergebnis: „Frankreich schlägt Kroatien. Auch wenn Kroatien im Tourismus die Nase vorne hat, so schlägt Frankreich beim Handel und der Effizienz den Gegner schließlich doch deutlich.“

0:1 für Kroatien: Tourismus schießt das erste Tor
Im Tourismus hat Kroatien sicherlich weltmeisterliche Züge. Mit 16.884 Übernachtungen pro 1.000 Einwohner liegt Kroaten deutlich vor Frankreich (6.174 Übernachtungen pro 1.000 Einwohner) und muss sich innerhalb der EU nur Malta (20.765 Übernachtungen pro 1.000 Einwohner) geschlagen geben. Nichtsdestotrotz schätzen Kroaten als auch Franzosen die Gastgeberqualitäten des jeweils anderen gleichermaßen. Gemessen an den Übernachtungen nach Nationalität, verbringen Franzosen eine ähnliche Anzahl an Nächten pro 1.000 Einwohner in Kroatien wie kroatische Staatsbürger in Frankreich. 2016 waren es 28 Übernachtungen pro 1.000 Franzosen in Kroatien und 29 Übernachtungen pro 1.000 Kroaten in Frankreich. Eine knappe Entscheidung, aber letztendlich doch ein Tor für Kroatien.

1:1 Handel sorgt für Anschlusstreffer
Auf den ersten Blick scheint sich Kroatien auch im internationalen Handel durchzusetzen. Ein Vergleich der Leistungsbilanzsalden nach Gütern und Dienstleistungen zeigt Frankreich mit einem Defizit von -1,0 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP, 2017) hinter Kroatien, das einen Überschuss in der Höhe von 1,0 Prozent des BIP vorzuweisen hat. Wird jedoch Tourismus exkludiert, dreht sich das Bild. Hier zeigt Kroatien ein Leistungsbilanzdefizit von -14,8 Prozent des BIP. Die bilateralen Handelsbeziehungen verdeutlichen dies ebenso. Kroatien importierte 2017 einen Warenwert von 190,5 Mio. EUR mehr an französischen Gütern und Dienstleistungen (exklusive Tourismus) als es exportierte. Also: Ausgleich für Frankreich.

2:1 für Frankreich dank höherer Effizienz
Am Ende entscheidet die höhere Effizienz der französischen Volkswirtschaft. Frankreichs Produktivitätsentwicklung (Produktion pro Arbeitsstunde) ist im Verhältnis zum Durchschnitt der EU in den letzten 10 Jahren gesunken. Dennoch war eine französische Arbeitsstunde im Jahr 2017 um 24 Prozent produktiver als die durchschnittliche Arbeitsstunde in der EU. In Kroatien liegt die Produktivität 35,7 Prozent unter dem EU-Durschnitt. In den letzten Jahren konnte der Unterschied aber bereits deutlich verringert werden. Im Jahr 2000 lag dieser noch bei 47,6 Prozent. „Kroatien befindet sich auf einem guten Weg, aber diesmal hat es für den Sieg noch nicht ganz gereicht“ resümiert UNIQA Volkswirt Franz Xaver Zobl.

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