Wölbitsch/Olischar/Figl: Rot-Grün setzt erneut das Weltkulturerbe aufs Spiel

Verlegung der Lothringerstraße ist Provokation gegen UNESCO – Ludwig muss Zündler in Schranken weisen – Innere Stadt erhebt Einspruch gegen Verlegung

Wien (OTS) - „Mit den ersten Schritten zur Verlegung der Lothringerstraße setzt Rot-Grün die nächsten Schritte zur Aberkennung des Weltkulturerbes. Statt alles zu unternehmen, um das Weltkulturerbe zu retten, gießt Rot-Grün weiter Öl ins Feuer und riskiert einmal mehr die Aberkennung des Weltkulturerbes“, erklärten heute Stadtrat Markus Wölbitsch, Klubobfrau Elisabeth Olischar und Bezirksvorsteher Markus Figl in einer gemeinsamen Pressekonferenz. Das heute startende behördliche Verfahren im Rahmen einer Planungsbesprechung zur Verlegung der Lothringerstraße markiert den Start der Umsetzung des Heumarkt-Projekts. „Zwar gibt es vordergründig PR-Lippenbekenntnisse der Stadtregierung zum Weltkulturerbe, im Hintergrund arbeitet man aber weiter an der Umsetzung des Heumarkt-Projekts. Rot-Grün schürt damit die Spannungen mit der UNESCO und untergräbt alle Bemühungen, die die Bundesregierung mit Bundesminister Gernot Blümel bisher unternommen hat. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass es mit der UNESCO wieder eine Gesprächsbasis gibt und Wien vorerst Weltkulturerbe bleibt“, so Wölbitsch. Allerdings werde im Hintergrund von der rot-grünen Stadtregierung die nächste Provokation gesetzt. 

„Das ist kontraproduktiv und fahrlässig“, so Markus Wölbitsch, der an Bürgermeister Ludwig appellierte: „Stoppen Sie diese Provokationen. Sie torpedieren mit dieser Vorgangsweise alle Bemühungen, das Weltkulturerbe zu retten. Sagen Sie die heutige Planungsbesprechung ab und retten Sie, was noch zu retten ist. Beteiligen Sie sich an der Brandbekämpfung und weisen Sie die Zündler in die Schranken!“ Bezirksvorsteher Markus Figl forderte dezidiert von der rot-grünen Stadtregierung, alle Prozesse und Signale zu stoppen, bis das Weltkulturerbe gesichert ist. Darüber hinaus gebe es keine Sinnhaftigkeit die Lothringerstraße zu verlegen. „Diese wurde erst 2005 neu gestaltet und befindet sich in einem guten Zustand.“ Zudem geht durch die Verlegung ein Grünstreifen samt Baum verloren und die Straße rückt näher zum Akademischen Gymnasium, was die Lärmbelästigung erhöht. Weiters kritisierte er, dass die Innere Stadt aus dem Flächenwidmungsverfahren geworfen wurde. Der Bezirksvorsteher wird deshalb heute vor Ort persönlich Einspruch einlegen. „Die Stadtregierung muss alles unterlassen, was von der UNESCO als falsches Signal gedeutet werden könnte. Die Planungen von Rot-Grün müssen gestoppt werden. Jetzt geht es darum, die Hand auszustrecken und das Weltkulturerbe für die kommenden Generationen zu retten“, so Figl. 

Heftige Kritik an der rot-grünen Stadtregierung übte auch Klubobfrau und Planungssprecherin Elisabeth Olischar: „Die SPÖ-Devise lautet scheinbar: Was nicht passt, wird passend gemacht. So war das beim Hochhauskonzept und so soll nun die UNESCO-Zone verkleinert werden. Wenn das Schule macht, schmilzt das Wiener Weltkulturerbe auf den Stephansplatz zusammen, um im restlichen Wien die Lizenz für das rot-grüne Planungschaos zu haben“, so Olischar. Stadtrat Wölbitsch erklärte dazu, Rot-Grün verwandelt das Weltkulturerbe „Historisches Stadtzentrum“ in einen „Schweizer Käse“. Das Bekenntnis der Stadtregierung zum Weltkulturerbe sei damit wertlos. Mehr als 1.000 Wienerinnen und Wiener haben deshalb die Möglichkeit genützt, unter www.weltkulturerbe-retten.at ein Petitionsmail an Bürgermeister Michael Ludwig zu senden. „Wir fordern die Aufnahme und landesgesetzliche Verankerung eines Bekenntnisses zum Schutz der Wiener UNESCO Weltkulturerbestätten in der Wiener Stadtverfassung“, so Olischar. Gerade im Otto-Wagner-Jahr ist es eine passende Gelegenheit, den Weltkulturerbestatus etwa auf die Steinhof-Gründe auszubauen. „Aber egal, ob es nun um das Projekt am Heumarkt, die Umgestaltung des Karlsplatzes oder um die Steinhof-Gründe geht: Rot-Grün agiert kurzsichtig, uneinsichtig und verantwortungslos.“  

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