Kinderbetreuung: „Arbeitszeit rauf, Kindergarten-Mittel runter – so unsozial ist schwarz-blaue Familienpolitik“

Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung statt Kürzung der Mittel wäre der richtige Weg

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher übt scharfe Kritik an den schwarz-blauen Kürzungen bei der Kinderbetreuung. „Laut Eigendarstellung hat sich Familienministerin Bogner-Strauß ‚die Füße wundgerannt‘, um für den Ausbau der Kinderbetreuung zu werben. Dabei hat die Ministerin offenbar einen neuen Weltrekord in der Spezialdisziplin Rückwärtslauf aufgestellt, denn bei ihrem Gerenne ist deutlich weniger Geld für Kindergärten rausgekommen. Spektakulär sind auch die Rechenkünste der Ministerin, die einer staunenden Öffentlichkeit ein sattes Minus von 30 Mio. Euro als ‚mehr Geld‘ verkaufen will“, sagt Lercher heute, Donnerstag. Für den SPÖ-Bundesgeschäftsführer ist klar: „Auch bei der Kinderbetreuung sieht man, wie unsozial die schwarz-blaue Familienpolitik ist. Denn die Kurz/Strache-Regierung zwingt den Beschäftigten den 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche auf und kürzt gleichzeitig massiv bei den Mitteln für den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen“, sagt Lercher. ****

„Wenn man bedenkt, dass nur jede zehnte Kinderbetreuungseinrichtung in Österreich auf einen 12-Stunden-Arbeitstag vorbereitet ist, stellt sich die Frage, wo unsere Kinder bleiben sollen, wenn Mama und Papa wegen Kurz/Strache einen 12-Stunden-Tag nach dem anderen leisten müssen. Was die Kurz/Strache-Regierung hier macht, ist ein massiver Anschlag auf Familien, Frauen und Kinder. Ich möchte nicht, dass unsere Kinder zu Schlüsselkinder werden, die sich selbst überlassen sind, nur weil Konzernkanzler Kurz die Profitinteressen seiner Großspender befriedigt“, betont Lercher.

Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer betont weiters, dass es überhaupt keinen Grund für Familienministerin Bogner-Strauß gebe, sich zufrieden zurückzulehnen und von ‚mehr Geld‘ für Kinderbetreuungseinrichtungen zu phantasieren. „Ein Drittel der Kindergärten, Krippen und Horte sind noch nicht mit dem jetzigen 8-Stunden-Arbeitstag kompatibel. Gleichzeitig stehen die Eltern schon jetzt oft vor geschlossenen Kindergärten, da diese im Durchschnitt 21 Tage im Jahr zu sind. Dass die Kurz/Strache-Regierung trotzdem den dringend benötigten Ausbau verhindert, den es besonders im ländlichen Raum braucht, zeigt, dass ihr die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kein Anliegen ist. Das Gegenteil erleben wir dort, wo die SPÖ regiert. Während im schwarz-blau regierten Oberösterreich Kindergartengebühren eingeführt wurden, wird in Kärnten, Wien und dem Burgenland die Kinderbetreuung ausgebaut. Die SPÖ hat sich schon im Plan A für einen Ausbau qualitätsvoller Kinderbetreuungseinrichtungen mit sinnvollen Öffnungszeiten stark gemacht“, so Lercher. Außerdem brauche es für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und einen guten Start unserer Kinder ins Bildungsleben einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem 1. Lebensjahr sowie bessere und einheitliche Qualitätsstandards für Kindergärten, nennt Lercher weitere zentrale SPÖ-Forderungen. (Schluss) mb/sc

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