Königsberger-Ludwig: Vorhaben in punkto Kinderbetreuung strikt abzulehnen

SPÖ NÖ will den geplanten Einsparungen bei den Kinderbetreuungseinrichtungen entgegensteuern

St. Pölten (OTS) - „Für mich ist es nicht nachzuvollziehen, warum man auf der einen Seite den 12-Stunden-Tag und die 60-Stunden-Woche durchpeitscht, während man auf der anderen Seite die Mittel für die Kinderbetreuung kürzen will“, zeigt sich Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig über die Maßnahmen der schwarz-blauen Bundesregierung fassungslos: „Die Familien bleiben bei dieser Art von Politik jedenfalls auf der Strecke.“ Bundesministerin Juliane Bogner-Strauß hatte verkündet, dass es in punkto Kinderbetreuung anstatt der 140 Millionen Euro, nun nur noch 110 Millionen Euro für die Länder geben soll, da der Bedarf für den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen nicht mehr in der Form gegeben sei wie zuvor. Die stv. Landesparteivorsitzende der SPÖ NÖ will den Spieß jedoch umdrehen: „Anstatt Kürzungen in diesem Bereich vorzunehmen, sollte eigentlich genau das Gegenteil erfolgen – nämlich der Ausbau von Krippen und Kindergärten. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wo zukünftig bis zu zwölf Stunden pro Tag gearbeitet werden soll, muss gewährleistet sein.“

Nun sei es an der Zeit, noch einmal über diese Gelder zu verhandeln, da demnächst einige wichtige 15a-Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern auslaufen, bei denen auch die beiden Bereiche der Krippen und Kindergärten mitfinanziert wurden. Krippen stünden nun bspw. vor der Schließung, weil die Anschubfinanzierung bereits ausgeschöpft sei. Königsberger-Ludwig warnt deshalb noch einmal ausdrücklich vor der Kürzung dieser Gelder: „Für viele Familien und vor allem Frauen in Niederösterreich könnte dieses geplante Budget ein riesiges Problem darstellen. Diese müssen sich jetzt schon maximal flexibel zeigen und an die Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen anpassen.“

Nachdem sich nun unter anderem auch der Präsident des Gemeindebundes, Alfred Riedl, gegen die angekündigten Kürzungen von Bundesmitteln für Niederösterreichs Kindergärten wehrt, hofft Königsberger-Ludwig, auch Verbündete in der NÖ Landesregierung zu finden und betont abschließend: „Kürzungen bei der Kinderbetreuung dürfen nicht kommentarlos hingenommen werden. Mir ist es wichtig, dass alle Kinder in Niederösterreich die gleichen Bedingungen beim Zugang zu Bildung haben – und dies kann nur durch den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen erfolgen!“

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