FSG zu Gold-Plating-Liste: Ablenkungsmanöver greifen nicht mehr – ArbeitnehmerInnen durchschauen böses Spiel

Appell an Bundesrat, 12-Stunden-Tag abzulehnen

Wien (OTS) - „Die Regierung büßt von Tag zu Tag mehr an Glaubwürdigkeit ein. Zuerst wird eine Liste voller Grauslichkeiten erstellt, wenn wider Erwarten die Öffentlichkeit Wind davon bekommt, wird alles abgestritten und Kritiker werden als Lügner diffamiert“, fasst der Vorsitzende der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter Rainer Wimmer die Vorgehensweise der schwarz-blauen Koalition um die Gold-Plating-Liste von Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer zusammen. „Diese verzweifelten Ablenkungsmanöver werden aber nicht viel bringen. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben längst durchschaut, worum es bei dem bösen Spiel geht: Sie sollen um ihre Rechte gebracht werden, damit Großunternehmer ihren Profit maximieren können. Die Message Control der Regierung scheint mittlerweile zu versagen“, so Wimmer.

„Die österreichischen Beschäftigten sind fleißig und bereits jetzt im europäischen Spitzenfeld, was die Arbeitszeit betrifft. Erst vor wenigen Tagen hat man den 12-Stunden-Tag durch den Nationalrat gepeitscht, anscheinend können aber Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung den Hals nicht vollkriegen und nehmen nun die fünfte Urlaubswoche ins Visier. Das ist ein neuer Tiefpunkt und ein weiteres Indiz dafür, dass Beschäftigte nicht mehr sind als Kostenfaktoren, die ohne Rücksicht auf Gesundheit oder Familienleben ausgepresst werden sollen“, sagt der FSG-Vorsitzende.

Morgen gebe es aber auch VertreterInnen der Regierungsparteien noch eine Chance, Haltung im Sinne der arbeitenden Menschen zu zeigen: „Ich bitte die Abgeordneten zum Bundesrat aller Fraktionen, morgen von ihrem Vetorecht Gebrauch zu machen und dem 12-Stunden-Tag eine Abfuhr zu erteilen. Besonders appellieren möchte ich an jene ÖVP-MandatarInnen, die dem ÖAAB angehören: Nützen Sie die Chance und handeln Sie verantwortungsvoll. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben es sich verdient, dass ihre Anliegen berücksichtigt werden.“

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