„matinee“ am 15. Juli mit Doku „Wagnerwahn“ und Mörbisch-Making-of „Die Gräfin in der Geige“

Außerdem: „Der Geschmack Europas – Das Kärntner Gailtal“ und „Ritter, Schmiede, Edelfrauen – Kärntens Burgen einst und jetzt“

Wien (OTS) - Ab 25. Juli pilgern Richard-Wagner-Verehrer wieder in Scharen zum Grünen Hügel in Bayreuth, wo der Komponist einst sein eigenes Musiktheater-Festival ins Leben gerufen hat. Die „matinee“ am Sonntag, dem 15. Juli 2018, um 9.05 Uhr in ORF 2 geht in der Emmy-nominierten Dokumentation „Wagnerwahn“ von Ralf Pleger der Person und dem Werk Wagners auf den Grund. Danach (10.00 Uhr) stehen die Seefestspiele Mörbisch im Mittelpunkt, wo heuer Emmerich Kálmáns Klassiker „Gräfin Mariza“ gezeigt wird. Der neue künstlerische Leiter Peter Edelmann führt im Making-of „Die Gräfin in der Geige“ von Gabriele Schiller hinter die Kulissen des größten Operetten-Freilufttheaters der Welt. Den von Clarissa Stadler präsentierten ORF-Kulturvormittag beschließt „Die Kulturwoche“ (10.30 Uhr) mit Berichten und Tipps zum aktuellen Kulturgeschehen.

Nach der „ZiB“-Ausgabe um 11.00 Uhr stehen zwei weitere Produktionen der ORF-TV-Kultur auf dem Programm, die beide in Österreichs südlichstes Bundesland führen: Zunächst „Das Kärntner Gailtal“ (11.05 Uhr) – die erste von insgesamt acht Dakapo-Folgen der „matinee“-Reihe „Der Geschmack Europas“ (sonntags, 11.05 Uhr; in 3sat ab 28. Juli, samstags, 15.00 Uhr), die ab 23. September mit drei neue Episoden fortgeführt wird; anschließend der Film „Ritter, Schmiede, Edelfrauen – Kärntens Burgen einst und jetzt“ (11.35 Uhr).

„Wagnerwahn“ (9.05 Uhr)

Richard Wagner polarisiert die Musikwelt seit eh und je. Kaum eine Figur im Opernbetrieb wurde kontroverser diskutiert, kaum ein musikalisches Oeuvre spaltet Publikum und Forscher mehr. In seiner Emmy-nominierten Dokumentation „Wagnerwahn“ lotet Regisseur Ralf Pleger den Zusammenhang zwischen der Person Richard Wagner und dessen überwältigender Musik aus, setzt sich kritisch mit Leben und Werk auseinander und erzählt die Geschichte des berühmten wie umstrittenen deutschen Komponisten auf außergewöhnliche Art und Weise. Historische Fakten werden in modernen Settings nacherzählt, analysiert und gedeutet. Wagner wird dabei auf originelle Weise zum Zeitgenossen eines heutigen Publikums.
Im Mittelpunkt des Films steht das komplexe und von Skandalen begleitete Verhältnis zwischen Richard Wagner und seiner zweiten Ehefrau Cosima. Wagners künstlerische Visionen waren ihrer Zeit weit voraus. Seine Idee des „Gesamtkunstwerks“ hat sogar den Film, insbesondere in Hollywood, geprägt. In Anspielung an diese Entwicklung erzählt Ralf Pleger die Geschichte des extravaganten Ehepaars im Stil eines Hollywood-Melodrams der 50er Jahre. Die Szenen sind ausschließlich mit Wagners Musik untermalt, die Dialoge bauen auf Originalzitaten aus Wagners Briefen und Cosimas Tagebüchern. Unter Zuhilfenahme von Wagner-Experten wie dem Chefdirigenten der Wiener Symphoniker, Philippe Jordan, der Leiterin der Bayreuther Festspiele, Katharina Wagner, den Bestsellerautoren Oliver Hilmes und Eva Rieger, dem Oxford-Professor Laurence Dreyfus und anderen geht Ralf Pleger dem Mythos und den Machenschaften des streitbaren Komponisten Richard Wagner auf den Grund.

„Die Gräfin in der Geige“ (10.00 Uhr)

Mit Peter Edelmann beginnt in Mörbisch eine neue Ära. Der Opernsänger und Spross einer Wiener Musikerfamilie übernimmt die Seebühne als künstlerischer Leiter. Von ihm erfährt das Publikum in dieser Dokumentation von Gabriele Schiller – eine Produktion des ORF Burgenland – über die neuesten Pläne und darf zusehen, wie das Bühnenbild zur Operette „Gräfin Mariza“ entsteht. Vergleichbares hat es in Mörbisch noch nie gegeben. Eine riesige Geige ist 2018 der Eyecatcher der neuen Produktion. In ihr verbirgt sich die gesamte Kulisse. Der zuletzt oft ausgeblendete Blick auf den See bleibt so erhalten. Die „Gräfin Mariza“ gehört zu den am häufigsten in Mörbisch gespielten Operetten. Aber noch nie ist Manja, die Zigeunerin, in 14 Metern Höhe, an der Spitze eines Geigenhalses, erschienen. Mila Janevska erzählt, wie es ihr bei der „Erstbesteigung“ ergangen ist. Auch die Kollegen sind beeindruckt vom ungewöhnlichen Bühnenbild. Während Ondrey Janoska die echte Geige spielt, dirigiert Guido Mancusi – ein Wiener mit italienischen Wurzeln – das Orchester. Er will wieder Schwung in die Operette bringen und gemeinsam mit Regisseur Karl Absenger für ein Riesenspektakel sorgen. Absenger feiert heuer ein kleines Jubiläum. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hat er Publikumshits wie „Im weißen Rössl“, „Anatevka“ und „Eine Nacht in Venedig“ inszeniert.

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