Entwicklung der Kinder fördern, Eltern entlasten

Vorarlberg setzt in der Kinderbetreuung auf Ausbau, Qualität und Leistbarkeit und verbessert die Spielgruppenförderung

Bregenz (OTS) - (VLK) – Ausbau, Qualität und Leistbarkeit – diese Kriterien kennzeichnen die Gestaltung des Kinderbetreuungsangebotes in Vorarlberg. Heuer fließen erneut 23,5 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln in die Kleinkindbetreuung. Damit haben sich die jährlichen Investitionen in das Kinderbetreuungsangebot seit 2010, also in weniger als einem Jahrzehnt, mehr als vervierfacht. Aktuell dazu hat die Landesregierung ein neues Fördermodell für Spielgruppen beschlossen, teilten Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrätin Katharina Wiesflecker im heutigen (Dienstag) Pressefoyer mit.

Gemeinsam mit Gemeinden, privaten Trägern und Sozialpartnern wird die Kinderbetreuung in Vorarlberg weiterentwickelt, so Wallner und Wiesflecker. Die Gemeinden übernehmen zusätzlich zwischen 30 und 40 Prozent der Personal- sowie Infrastrukturkosten. Insgesamt werden in Vorarlberg schon über 6.000 Kinder in 138 Kinderbetreuungseinrichtungen und 56 Spielgruppen von öffentlichen und privaten Trägern sowie bei 100 Tageseltern betreut.

Bei der Gestaltung des Kinderbetreuungsangebotes steht zum einen die Frühförderung der Kinder und zum anderen die Entlastung der Eltern im Vordergrund, erklärte Landeshauptmann Wallner: "Darüber hinaus sind gute Kinderbetreuungsangebote in allen Landesteilen ein wichtiger Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie und damit sehr im Interesse von berufstätigen Eltern und der Wirtschaft."

Bemerkenswert ist, dass die Betreuungsquote der Dreijährigen inzwischen bei über 90 Prozent und die der unter Dreijährigen schon bei über 26,1 Prozent liegt. Vorarlberg liegt somit bei den unter Dreijährigen im Österreichdurchschnitt, bei den über Dreijährigen mit 94,9 Prozent darüber.

Spielgruppenförderung Neu

Derzeit gibt es 56 Spielgruppen in Vorarlberg, die einen wesentlichen Beitrag zur Kinderbetreuung im Land leisten. Um Spielgruppen mittel- bis langfristig zu erhalten, ist finanzielle Unterstützung seitens des Landes notwendig. In einer mit Fachleuten von privaten und gemeindeeigenen Trägern, des Gemeindeverbandes sowie des Familypoint besetzten Arbeitsgruppe wurde ein neues Modell zur Förderung von Spielgruppen erarbeitet, dieses wird im September 2018 eingeführt. Im vorgeschlagenen Modell werden 30 Prozent der anerkannten Personalkosten des Betreuungspersonals durch das Land gefördert. Die neue Spielgruppenförderung beträgt jährlich rund 270.000 Euro an Mehrkosten. Gesamthaft wird die Förderung um 60 Prozent pro Jahr erhöht. Auch kann künftig die soziale Staffelung der Elterntarife in den Spielgruppen beantragt werden. Landesrätin Wiesflecker erläuterte dies anhand eines Beispiels: Eine alleinerziehende Person mit einem Kind (1 Jahr) und Bezug von Wohnbeihilfe musste für 10 Betreuungsstunden bisher einen Tarif von ca. 80 bis 95 Euro pro Monat bezahlen. Ab Herbst 2018 sind es nur noch 20 Euro monatlich.

Auch in die Qualität der Betreuung wird laufend investiert, betonte Landesrätin Wiesflecker. Ihr Fazit: „Qualität und Leistbarkeit der Kinderbetreuung in Vorarlberg stimmen.“

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