Arbeitszeit - FSG-Wimmer: Betriebsversammlungen gehen weiter

Gewerkschaften erhöhen Druck – Maßnahmen werden vorbereitet

Wien (OTS/ÖGB) - Die Regierungsparteien ÖVP und FPÖ haben im Nationalrat den 12-Stunden-Tag ohne ordentliche Begutachtung und ohne Einbeziehung der Sozialpartner durchgepeitscht und überfallsartig das Inkrafttreten auf Herbst vorgezogen, mit den NEOS als Erfüllungsgehilfen. Der Bundesvorstand der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) hat daher heute über die weitere Vorgangsweise beraten.++++

Die FSG-GewerkschafterInnen appellieren an die Landeshauptleute, eine Beschlussfassung des neuen Arbeitszeitgesetzes im Bundesrat zu verhindern, da zu viele Fragen offen sind: „Wie organisieren Sie die Kinderbetreuung? Was sagen Sie den Pendlerinnen und Pendlern? Wie schützen Sie das freiwillige Engagement?“ Auch dem Bundespräsidenten kommt vor dem Inkrafttreten des Gesetzes eine große Verantwortung zu.

Die FSG wird die Aktionen und Proteste in den kommenden Wochen verstärken und vor allem die „Besteller“ des 12-Stunden-Tages im Fokus haben. „Mehr als 2.000 Betriebsversammlungen haben österreichweit bereits stattgefunden, um die Beschäftigten zu informieren und noch viele werden folgen. Diese Betriebsversammlungen werden formal nur unterbrochen, sind damit auf ‚Stand-by‘ und können jederzeit wieder fortgesetzt werden“, sagte Rainer Wimmer, FSG-Vorsitzender, nach der Sitzung.

Die FSG-GewerkschafterInnen werden zudem gezielte Maßnahmen und öffentliche Aktionen setzen und über die betrieblichen Aktivitäten hinaus ein breites Bündnis mit der Zivilgesellschaft, den betroffenen Familien und Vereinen eingehen. Denn neben Umfragen hat auch die Großdemo am 30. Juni in Wien gezeigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung auf der Seite der Gewerkschaften steht. „Gewerkschaften und Sozialdemokratie haben vor 100 Jahren unter widrigsten Voraussetzungen den Acht-Stunden-Tag erkämpft. Wir werden uns diesen Acht-Stunden-Tag mit ganzer Kraft und allen legalen Mitteln wieder zurückholen“, sagte Wimmer.

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