Nationalrat – Duzdar: „Heimopfergesetz bedeutende Geste für Opfer von Gewalt“

Kritik an Zuständen in Justizvollzugsanstalten

Wien (OTS/SK) - „Das Heimopferrentengesetz ist eine bedeutende Geste der Verantwortung, die jene Menschen entschädigt, die in ihrer Kindheit und Jugend im Österreich der Nachkriegszeit in öffentlichen und kirchlichen Einrichtungen Opfer von Gewalt geworden sind“, sagte SPÖ-Volksanwaltschaftssprecherin, Muna Duzdar, am Donnerstag im Nationalrat. Duzdar betonte, dass das Leid und der Sadismus, die unschuldigen Kindern und Jugendlichen widerfahren sind, „niemals gutzumachen sind“. Gerade deshalb seien die 300 Euro monatlich – die konsensual von allen Parteien beschlossen wurden –, als symbolische Entschädigung bedeutend, so Duzdar. ****

In ihrer Rede wies Duzdar auf die bedeutende Rolle der Volksanwaltschaft hin – „nicht nur, was die Opfer von Gewalt in Kinderheimen, sondern auch was die Verhältnisse in den Justiz- und Vollzugsanstalten betrifft“. Duzdar zeigte sich „entsetzt“ über jüngste Zeitungsberichte, die Missstände in Gefängnissen anprangern: „Das ist keine Kritik an den BeamtInnen der Justizanstalten, diese sind oftmals die Leidtragenden der Verhältnisse“, so Duzdar, die kritisierte, dass in der JVA Josefstadt phasenweise nur 36 Beamte für 1.200 Insassen zuständig sind – obwohl eigentlich nur Platz für 900 Insassen ist. „Ähnlich schlimm sind die Verhältnisse im Maßnahmenvollzug für psychisch kranke Straftäter“, so Duzdar, die die schwarz-blaue Regierung abschließend aufforderte: „Sorgen Sie für menschenwürdige Verhältnisse in unseren Gefängnissen. Alles andere ist für ein Land wie Österreich unwürdig.“ (Schluss)up/ls

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