Standortentwicklungsgesetz: E-Wirtschaft betont die Notwendigkeit von Verfahrensbeschleunigungen

Die Klima- und Energieziele Österreichs können nur durch raschen Ausbau der Infrastruktur erreicht werden

Wien (OTS) - „Die E-Wirtschaft fordert seit Jahren kürzere Verfahrensdauern, damit wichtige Infrastrukturprojekte in Einklang mit dem Umweltschutz umgesetzt werden können. Diese sind notwendig, um die Klimaziele zu erreichen und den Wirtschaftsstandort zu sichern“, so Leonhard Schitter, Präsident von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung der österreichischen E-Wirtschaft.

Österreichs Stromverbrauch soll bis 2030 zu 100 % aus heimischer erneuerbarer Erzeugung kommen. Dafür muss in zwölf Jahren um 35 TWh mehr Strom aus Wasser, Wind und Sonne erzeugt werden als heute. Um dies zu erreichen, braucht es sowohl die Errichtung zusätzlicher Erzeugungsanlagen, als auch leistungsfähige Netze und innovative Speichersysteme. Denn nur so kann auch die hohe Versorgungssicherheit von über 99,99 % gewährleistet bleiben.

In den letzten Jahren wurde nicht viel an Kraftwerkskapazitäten zugebaut, bei der flexiblen thermischen Leistung steht die Schließung von Standorten, die an das Ende ihrer Nutzungsdauer gelangen, bevor. „Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass alle Infrastrukturmaßnahmen im Einklang mit Natur- und Umweltschutz umgesetzt werden. Unser Anliegen, ist es jedoch, dass Verfahren rascher abgeschlossen werden, damit wir wissen, ob ein Projekt realisiert werden kann oder nicht“, so Schitter. „Uns läuft die Zeit für das Erreichen der Klima- und Energieziele davon, wir müssen anstehende Vorhaben rasch realisieren“, erklärt Schitter weiter.

Beispiele für überlange Verfahren gibt es sowohl bei Kraftwerken als auch im Netzbereich. Bis Strom durch die so genannte Steiermark-Leitung fließen konnte, dauerte es mehr als 20 Jahre. Beim Kraftwerk Kaunertal vergingen bisher mehr als zehn Jahre, beim Kraftwerk Kühtai mehr als elf Jahre. Ein Jahrzehnt ging für das Gemeinschaftskraftwerk Inn ins Land, fünf Jahre bisher bei der Innstufe Imst-Haiming. In Kärnten brauchte es für die Netzabstützung Villach 13 Jahre, in Oberösterreich bisher neun, bzw. zehn Jahre für die 110-KV-Leitungen im Almtal und Pramtal. 

Investitionen in die E-Wirtschaft dienen nicht nur dem Klimaschutz, sie sichern auch den Wirtschaftsstandort

Jede in der E-Wirtschaft investierte Million löst zusätzliche wirtschaftliche Effekte von 668.000 EUR in der gesamten Wertschöpfungskette aus. Umgekehrt bedeutet das, dass jedes Jahr, in dem eine Investition in Infrastruktur der E-Wirtschaft nicht getätigt wird, den Verlust einer volkswirtschaftlichen Rendite von sechs Prozent zur Folge hat. Das ergibt eine Studie des Economica Instituts für Wirtschaftsforschung.

Weitere Informationen dazu finden Sie unter: https://oesterreichsenergie.at/positionen-standpunkte/volkswirtschaftliche-studie.html

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