ORF III am Wochenende: Filmschwerpunkt zum 60. Geburtstag von Sicheritz, Live-Übertragung Amtseinführung von Bischof Schwarz

Außerdem: fünfmal „zeit.geschichte: Alltag unterm Hakenkreuz“, Düringer in „Die Viertelliterklasse“ und „Düringer ab € 4,99“, „Musiktheaterpreis 2018“

Wien (OTS) - Am Wochenende zeigt ORF III Kultur und Information ein vielfältiges Programm mit zeitgeschichtlichen Dokumentationen, österreichischen Filmklassikern und einer Live-Übertragung von der Amtseinführung von Bischof Alois Schwarz. So beschäftigt sich am Samstag, dem 30. Juni 2018, die „zeit.geschichte“ in fünf Ausgaben mit dem „Alltag unterm Hakenkreuz“ (ab 20.15 Uhr), am Sonntag, dem 1. Juli, lässt „ORF III Spezial“ den Kultregisseur Harald Sicheritz zu seinem 60. Geburtstag mit zwei seiner Filme hochleben.

Samstag, 30. Juni: „Politik Spezial: EU-Gipfel“ (9.00 Uhr), „ORF III Spezial: Freispiel“ (18.45 Uhr), fünfmal „zeit.geschichte: Alltag unterm Hakenkreuz“ – „Der Panzerjäger“ (20.15 Uhr), „Hinter kämpfenden Kameraden“ (21.00 Uhr), „Hitlers Hoffnungsträger“ (21.40 Uhr), „Arzt an der Front“ (22.30 Uhr) und „Krieg der Extreme“ (23.15 Uhr).

Der Samstag startet um 9.00 Uhr mit einem Zusammenschnitt vom EU-Gipfel in „Politik Spezial“. Am Donnerstag und Freitag haben sich die 28 Staats- und Regierungschefs der EU in Brüssel getroffen. Neben der EU-Flüchtlingspolitik, die nicht zuletzt aufgrund der Regierungskrise in Deutschland deutlich an Brisanz gewonnen hat, stehen auf der Tagesordnung u. a. auch der mehrjährige EU-Finanzrahmen, die Zusammenarbeit von EU und NATO sowie der Brexit.

Im Vorabend stimmt der Sicheritz-Film „Freispiel“ (18.45 Uhr) bereits auf den darauffolgenden Tag ein, an dem zu Ehren Harald Sicheritz‘ 60. Geburtstag zwei weitere Filme des Kult-Regisseurs zu sehen sind. Kuratiert werden alle drei Filme von Filmexperte Horst-Günther Fiedler. In „Freispiel“ aus dem Jahr 1995 hat sich Robert Brenneis (Alfred Dorfer) in eine bürgerliche Existenz gezwängt, ganz im Gegensatz zu seinem Freund Roland Pokorny (Lukas Resetarits), der als Musiker Karriere gemacht hat. In einer wilden Nacht begegnen einander die Freunde wieder und Brenneis erkennt den Wert seines eigenen Lebens.

Danach sind in der „zeit.geschichte“ fünf Folgen der Dokumentarreihe „Alltag unterm Hakenkreuz“ zu sehen, die von Schauspieler Friedrich von Thun präsentiert werden. Die Reihe zeigt vorwiegend privat gefilmte Aufnahmen während der Zeit des Nationalsozialismus, die seltene Einblicke gewähren. In „Der Panzerjäger“ (20.15 Uhr) kommt Wilhelm Emmerling als Panzerjäger an vorderster Front zum Einsatz. Trotz dieser äußerst gefährlichen Aufgabe greift der Mittzwanziger immer wieder zur Kamera, um seinen Kriegsalltag in West- und Osteuropa zu filmen. Friedrich Gercke steht danach „Hinter kämpfenden Kameraden“ (21.00 Uhr). In dieser Position beobachtet er mit seiner Kamera, was nach Ende des Gefechts passiert. Er filmt die Zivilbevölkerung, die in den besetzten und umkämpften Gebieten mit dem Krieg und den deutschen Soldaten leben muss. Seine Bilder zeigen aber auch den Soldatenalltag abseits der harten Kämpfe. „Hitlers Hoffnungsträger“ (21.40 Uhr), die Buben und Mädchen, die in den 1930er und 1940er Jahren aufwachsen, werden vom Nazi-Regime für dessen Zwecke missbraucht: als fanatische Träger der NS-Ideologie, als billige Arbeitskräfte und als Kanonenfutter für Hitlers Krieg. Doktor Fritz Trautmann ist anschließend der „Arzt an der Front“ (22.30 Uhr). Der Mediziner arbeitete im Zweiten Weltkrieg als Stabsarzt an der Front – zunächst in Frankreich, später in der Sowjetunion. In seiner freien Zeit ist die Kamera sein ständiger Begleiter. „Krieg der Extreme“ (23.15 Uhr) zeigt schließlich die harten Bedingungen, die die Natur im Norden Europas und in Afrika im Zweiten Weltkrieg an Menschen, Technik und Logistik stellte.

Sonntag, 1. Juli: „ORF III Spezial: Musiktheaterpreis 2018“ (9.45 Uhr), „Amtseinführung Bischof Alois Schwarz“ (14.57 Uhr), dreimal „ORF III Spezial“ – „Fink fährt ab“ (18.35 Uhr), „Wanted“ (20.15 Uhr) und „Die Viertelliterklasse“ (21.40 Uhr) und „Sommerkabarett:
Düringer ab € 4,99“ (23.10 Uhr).

Der Sonntag startet mit einem Einblick in die Verleihung des „Musiktheaterpreises 2018“ (9.45 Uhr). Der Österreichische Musiktheaterpreis wird jährlich in 17 Kategorien, u. a. in der Sonderkategorie des ORF-III-Medienpreises, der heuer an Bariton Thomas Hampson ging, an herausragende Interpreten, Regisseure, Ausstatter, Produktionen und Festivals verliehen.

Am Nachmittag ist in „ORF III LIVE“ die Übertragung der „Amtseinführung Bischof Alois Schwarz“ (14.57 Uhr) zu sehen. Er löst mit der Amtseinführung den bisherigen Bischof der Diözese St. Pölten Klaus Küng ab und wird so zum 18. Bischof der Diözese. Teilnehmen werden zahlreiche kirchliche und weltliche Würdenträger sowie Repräsentanten, darunter Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn, der Apostolische Nuntius Erzbischof Peter Stephan Zurbriggen und die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Im Vorabend geht es weiter mit dem Harald-Sicheritz-Filmschwerpunkt zum 60. Geburtstag des Regisseurs, beginnend mit der Komödie „Fink fährt ab“ (18.35 Uhr) aus dem Jahr 1999. Darin wird der Bankräuber Schellack (Reinhard Nowak) beim großen Coup von seinen Kumpanen im Stich gelassen. Weil er aber selbst keinen Führerschein hat, um die Flucht zu ergreifen, nimmt er den arglosen Fahrschüler Fink (Andreas Vitásek) samt Auto als Geisel. Sehr bald merkt Fink, dass er von dem vermeintlich hartgesottenen Ganoven nichts zu befürchten hat, woraus sich ein Freundschaftsverhältnis der besonderen Art entwickelt. In „Wanted“ (20.15 Uhr) aus dem Jahr 1999 zieht sich der Unfallchirurg Thomas Reiter (Alfred Dorfer) freiwillig in eine geschlossene Anstalt zurück, weil er sich dem Alltag nicht mehr stellen will. Probleme löst er in seiner Vorstellung – einer Western-Fantasie. Ein Pfarrer (Michael Niavarani) wird von seinen besorgten Eltern beauftragt, ihren Sohn in die Wirklichkeit zurückzuholen. Als Thomas ihn auffordert, ihm in seine Welt des Westerns zu folgen, erkennt der Pfarrer, dass diese Realitätsflucht nicht frei von Faszination ist.

Abschließend ist in ORF III zweimal Roland Düringer zu sehen. Zuerst in „ORF III Spezial: Die Viertelliterklasse“ (21.40 Uhr). In dem Film von Roland Düringer und Florian Kehrer treffen auf einer Weihnachtsfeier die aus verschiedenen sozialen Schichten stammenden Herren Frust, Angst, Zorn und Stress (alle: Roland Düringer) aufeinander. Vereint durch den gemeinsamen Alkoholspiegel begeben sich diese unterschiedlichen Charaktere zu später Stunde gemeinsam auf die Jagd. Dummerweise nach derselben Frau: Sybille (Eva Billisich), die Chefsekretärin. Noch mehr Roland Düringer gibt es im „Sommerkabarett: Düringer ab € 4,99“ (23.15 Uhr), unter dem Motto „Megakabarett zum Minipreis“.

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