„matinee“ am 1. Juli: Heltau-Porträt zum 85er, Dokus über 40 Jahre Allegro Vivo und NÖ-Gastwirtinnen

Außerdem: „Die Kulturwoche“

Wien (OTS) - Die „matinee“ am Sonntag, dem 1. Juli 2018, um 9.05 Uhr in ORF 2 würdigt zunächst mit dem Filmporträt „Michael Heltau – Alles für die Bühne“ den Schauspieler und Entertainer zum 85. Geburtstag (am 5. Juli). „Mit Herz, Charme und Geschmack – Niederösterreichs Gastgeberinnen“ (9.35 Uhr) stehen danach in der gleichnamigen Dokumentation im Mittelpunkt, bevor sich der vom ORF Niederösterreich produzierte Film „Klang verbindet – 40 Jahre Allegro Vivo“ dem runden Jubiläum des Waldviertler Kammermusikfestivals widmet (10.00 Uhr). Den von Martin Traxl präsentierten ORF-Kulturvormittag beschließt „Die Kulturwoche“ (10.25 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps zum kulturellen Geschehen.

„Michael Heltau – Alles für die Bühne“ (9.05 Uhr)

Er war Hamlet, Romeo und Wallenstein, Mackie Messer, Don Carlos und Anatol: Michael Heltau, der Doyen des Wiener Burgtheaters, verkörperte im Laufe seiner Karriere nahezu alle großen Rollen. Der gebürtige Ingolstädter kam bereits als Kind nach Österreich, studierte später am Max Reinhardt Seminar in Wien und wurde nach ersten Erfolgen in Würzburg und München bald wieder nach Wien zurückgeholt. Er spielte am Theater in der Josefstadt, am Volkstheater und mehr als vier Jahrzehnte am Burgtheater. Dazwischen führten ihn Engagements immer wieder nach Berlin, Hamburg, München und zu den Salzburger Festspielen.
Mit Charme und Können begeistert Heltau seit Jahrzehnten sein Publikum. Seine Bühnenpräsenz, seine präzisen, liebevollen, aber nie sentimentalen Interpretationen machen seine Chanson- und Liederabende zu einem ganz besonderen Erlebnis. Darüber hinaus wurde er zu einem der bedeutendsten Entertainer des deutschen Sprachraums. Heltau hat Musicals gespielt und unzählige Filmrollen verkörpert, er war Moderator und gilt bis heute als Inbegriff des Grandseigneurs des Theaters. Für die Filmgestaltung zeichnen Michael Bukowsky und Angelina Tichy verantwortlich.

„Mit Herz, Charme und Geschmack – Niederösterreichs Gastgeberinnen“ (9.35 Uhr)

Ob Traditionswirtshaus oder Haubenrestaurant, Berghütte oder Vier-Sterne-Hotel: Sehr oft sorgen Frauen als Gastgeberinnen dafür, dass das Sprichwort „Der Gast ist König“ in Gastronomie und Hotellerie mit Leben erfüllt wird. Beispielgebend sind fünf Frauen aus allen Regionen Niederösterreichs: In Mailberg im Weinviertel managt die junge Carina Hagn als Geschäftsführerin das gleichnamige „Weindomizil Hagn“. Doris Eggl wiederum ist die Wirtin der „Neuen Seehütte“ auf der Rax in den „Wiener Alpen“ im südlichen Industrieviertel. Michaela Schachner leitet hoch über der Donau im Wallfahrtsort Maria Taferl den Familienbetrieb mit Hotel und Restaurant. Susanne Kraus-Winkler ist Geschäftsführerin und Miteigentümerin im „Loisium Wine & Spa Resort“ in Langenlois im Waldviertel und darüber hinaus auch Präsidentin des europäischen Dachverbands des Gaststättenwesens. In St. Aegyd am Neuwalde im Mostviertel schließlich führen die Schwestern Christa Hollerer und Ulli Hollerer-Reichl den traditionsreichen „Landgasthof zum Blumentritt“.
Der Film von Barbara Baldauf porträtiert diese Gastgeberinnen an ihrem Arbeitsplatz und in ihrer Freizeit. Er dokumentiert die Präzisionsarbeit gastronomischer Betriebe und zeigt, wie die Gäste mit kulinarischen Schmankerln, herzlicher Atmosphäre und hohem Wohlfühl-Faktor verwöhnt werden.

„Klang verbindet – 40 Jahre Allegro Vivo“ (10.00 Uhr)

„Klang verbindet“ lautet heuer das Leitthema von „Allegro Vivo“ – mit 50 Konzerten, ebenso vielen Kursen und mehr als 30 verschiedenen Schauplätzen im niederösterreichischen Waldviertel ist diese Veranstaltungsreihe das größte Kammermusikfestival Europas. Seit nunmehr 40 Jahren beschreibt der Name gleichermaßen dessen Ziel und Wirkung: Im Mittelpunkt stehen die verbindende Kraft der Musik, geistige Bewegung und musikalische Kommunikation – und das weit über die Landes- und Staatsgrenzen hinaus.
Die Dokumentation von Karina Fibich zeigt die Erfolgsgeschichte:
„Allegro Vivo“ wurde 1979 von Bijan Khadem-Missagh gegründet, dem langjährigen Konzertmeister des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich. 2016 hat der Sohn des Festivalgründers, Vahid Khadem-Missagh, die künstlerische Leitung übernommen. Zu seinen Erweiterungen gehören die sogenannten „Open Space Konzerte“ in der Horner Fußgängerzone – kostenlose Freiluft-Aufführungen für Bewohnerinnen, Bewohner und Passanten.
Viele Schauplätze des Festivals zählen zu den schönsten im Waldviertel: Die Bibliothek in Stift Altenburg, der Marmorsaal in Stift Geras oder die Stiftskirche von Göttweig, zahlreiche Schlösser und Burgen von Weitra über Greillenstein, Ottenstein und die Rosenburg bis nach Rappottenstein und Raabs an der Thaya. Das Zentrum von „Allegro Vivo“ bleibt jedoch das Kunsthaus Horn.
In einem opulenten Bilderbogen erzählt der Film von der Entwicklung und einigen Höhepunkten des Festivals, von den Landschaften des Waldviertels und seinen architektonischen Kleinoden.

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