Kinder- und Jugendhilfe – Holzleitner befürchtet Qualitätsverlust und schlechtere Betreuung

„Qualitative Unterschiede werden verschärft“

Wien (OTS/SK) - Die von der Regierung geplante „Verländerung“ der Kompetenzen für die Kinder- und Jugendhilfe stößt auch bei der SPÖ auf Kritik. SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Eva-Maria Holzleitner teilt die heute von ExpertInnen bei einer Pressekonferenz geäußerten Befürchtungen, die Kompetenzverlagerung werde den Kinderschutz in Österreich verschlechtern: „Fehlende österreichweite Standards können zu einer Gefahr für das Kindeswohl werden. Auch der Grundsatz, dass jedes Kind gleich viel wert sein soll, gilt dann in diesem Bereich nicht mehr“, kritisiert Holzleitner. ****

Schon jetzt gibt es zwischen den Bundesländern höchst unterschiedliche Standards bei der Unterbringung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen – „und das trotz der Mindeststandards, die sich aus der jetzigen Bundeskompetenz ergeben“. Wenn sich der Bund nun aus dem Bereich komplett zurückzieht, würden diese Unterschiede verschärft und könnte die Qualität sinken, befürchtet die SPÖ-Abgeordnete. „Die Betroffenen haben von der Kompetenzverschiebung keinerlei Nutzen, aber für die Bürgerin, den Bürger ist es nicht mehr durchschaubar, welche Regelungen in welchem Bundesland gelten“, so Holzleitner. „Das Ziel, österreichweite Qualitätsstandards bei der Kinder- und Jugendhilfe real durchzusetzen, wird damit aufgegeben.“ Ihre Forderung: „Die Regierung soll die laufende Evaluierung des bestehenden Bundes-Kinder- Jugendhilfegesetzes abwarten und dann auf Basis der Ergebnisse und gemeinsam mit ExpertInnen Verbesserungen angehen.“ (Schluss) sc/ah/mp

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