Das rasche Handeln des Stadtschulrates ermöglicht nun den Planungsstart ins Schuljahr 2018/19

Streichung der Bundesmittel für Integration lässt Qualitätseinbußen befürchten.

Wien (OTS) - Die Verunsicherung der Direktorinnen und Direktoren an den Wiener Schulen, wann und wie das nächste Schuljahr geplant werden kann, war durch das Fehlen der Stellenplanrichtlinien des Bildungsministeriums für das Schuljahr 2018/19 so knapp vor Schulschluss sehr groß.

„Viele KollegInnen und Kollegen wussten nicht, ob sie an ihrer Schule weiterhin eingesetzt werden können, denn mit der Ressourcenzuteilung an den Schulstandorten wird es nun erst möglich, über Versetzungen bzw. Vertragsverlängerungen zu entscheiden“, sagt Karin Medits-Steiner, Vorsitzende der fsg-personalvertretung.wien.

Die Wiener Schulleitungen erhielten zum Wochenbeginn alle Ressourceninformationen durch die Wiener Schulbehörde. Die Beamten des Stadtschulrates hatten die erst Mitte Juni an die Länder versandten Stellenplanrichtlinien des Ministeriums für über 400 Wiener Pflichtschulen rasch aufzubereiten.

Positiv sei, hält Karin Medits-Steiner fest, dass eine Weiterbeschäftigungsgarantie für alle im System befindlichen LandeslehrerInnen abgegeben worden ist.

Für das ersatzlos gestrichene Integrationspaket war es leider in allen Verhandlungen mit dem BMBWF nicht möglich eine Verlängerung oder einen Ersatz zu erreichen. Diese Ressourcen werden an den Wiener Schulen fehlen.

Pflichtschulgewerkschafter Thomas Bulant führt die zeitlichen Versäumnisse des Ministeriums bei der Erstellung der Stellenplanrichtlinien auf die mangelnde Erfahrung der neuen Mannschaft am Minoritenplatz zurück. „Der vom Ministerium verschuldete Planungsverzug ist schwer aufzuholen, ist aber sicherlich auch keine politische Vorgabe, akzeptiert doch das Ministerium selbst Qualitätseinbußen, wenn es die bisherigen Mittel für Integration ersatzlos streicht“, hält Bulant fest. „Der Wegfall von zusätzlichen Sprachfördermitteln und interkulturellen Teams wird die PädagogInnen im nächsten Schuljahr belasten. Ich denke, dass dies die Interessenvertretung gegenüber dem Ministerium immer wieder thematisieren wird.“

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