ÖAMTC-Ausblick auf den Sommerreiseverkehr

Wenig verkehrsrelevante Baustellen, Grenzkontrollen prolongiert, Nadelöhr Slowenien, Großveranstaltungen, Stauberater und Flugbeobachter

Wien (OTS) - „Wegen der EU-Ratspräsidentschaft präsentiert sich das hochrangige Straßennetz in Österreich weitgehend ohne verkehrsrelevante Baustellen“, beginnt der ÖAMTC seinen Ausblick auf den Sommerreiseverkehr mit der positiven Nachricht. „Die Durchreise durch Slowenien wird wegen einer Baustelle bei Ptuj und der bleibenden Sperre der Küstenstraße von Triest über Koper nach Izola hingegen erschwert.“ Die Situation an den Grenzen bleibt wegen der neuerlichen Verlängerung der Kontrollen leider unverändert. Mit Wartezeiten an den Grenzstellen ist zu rechnen. Wegen der EU-Ratspräsidentschaft könnten Kontrollen auch zu anderen Ländern neben Ungarn und Slowenien dazu kommen.

Staupunkte Bau- und Mautstellen

Stauanfällige einspurige Baustellenbereiche wird es laut ÖAMTC-Mobilitätsinformationen über den Sommer nur durch den Karawankentunnel auf der A11 und auf der Pyhrn Autobahn (A9) an den Tunnelbereichen bei Klaus und im Gleinalmtunnel geben. Mit erhöhtem Staurisiko muss man auch an den Gegenverkehrsbereichen auf der Tauern Autobahn (A10) zwischen Pongau und Reittunnel (bis Mitte Juli) und auf der Brenner Autobahn (A13) bei Schönberg und Matrei am Brenner rechnen.

Um den Staus an den Mautstellen auszuweichen, sollte man sich früh genug über die Möglichkeiten der Bezahlung auf den jeweiligen Routen informieren. Auf den Spuren für Videomaut- und Kreditkartenbezahlung verläuft die Abwicklung um einiges schneller als bei den Barzahlern.

ÖAMTC-Urlaubsservice

Als Nadelöhr in und aus dem Süden wird sich wieder die Fahrt durch Slowenien erweisen. Die Autobahn ist zwischen Ptuj und der slowenisch-kroatischen Grenzstation bei Gornji Macelj immer noch nicht vollständig ausgebaut. Wegen einer Brückenbaustelle bei Ptuj wird zusätzlich der regionale Ausweichverkehr über die Autobahn geführt. Auf Dauer gesperrt bleibt auch die Küstenstraße von Triest über Koper nach Izola. Überdies werden Kontrollen an der EU-Außengrenze mit Kroatien im Rückreiseverkehr zu langen Wartezeiten führen. Die wichtigsten Informationen für die Auslandsreisen sind auf der ÖAMTC-Homepage unter: www.oeamtc.at/urlaubsservice zusammengefasst. Des Weiteren sind die Daten dann im ÖAMTC Routenplaner (www.oeamtc.at/routenplaner) und in der ÖAMTC App (www.oeamtc.at/app) abrufbar.

Die heißesten Stau-Wochenenden

„Erfahrungsgemäß hält sich das Stauaufkommen an den ersten Ferienwochenenden in Grenzen. Der Urlauberschwung aus Nordrhein-Westfalen am dritten Juli-Wochenende wird die erste große Welle im Sommerreiseverkehr bringen“, prognostiziert die ÖAMTC-Mobilitätsinformation. Ab dann wird es kein Wochenende ohne Stau geben. Besonders heftig wird das Wochenende von 28. und 29. Juli, wenn in Bayern und Baden-Württemberg die Ferien beginnen, gleichzeitig aber auch bereits die ersten Urlauber die Heimreise antreten.

Im Rückreiseverkehr wird es an den ersten beiden September-Wochenenden so richtig eng. Zuerst kommen Ostösterreicher, Slowaken und Polen aus dem Urlaub zurück, dann werden Westösterreicher, Bayern und Baden-Württemberger für ein letztes Überschwappen der Reisewellen sorgen.

Einen Überblick über die stärksten Reisewochenenden und die jeweils betroffenen Strecken kann man sich bei der Vorbereitung der Urlaubsreise unter www.oeamtc.at/staukalender verschaffen.

Großveranstaltungen: Motorsport, Radrundfahrt, Festspiele, Musik-Festivals

Auch einige Veranstaltungen werden, zumindest regional, für Verzögerungen und Staus sorgen. Mit Ferienbeginn steht auch schon der Formel1 Grand Prix in Spielberg auf dem Programm (29.06.-01.07.). Der Moto GP folgt am zweiten August-Wochenende (10.-12.08.). Neben der Murtal Schnellstraße (S36) werden jeweils auch die Obdacher und die Friesacher Straße (B78/B317) betroffen sein.

Beim Formel1 GP in Ungarn (27.-29.07) wird mit der Ost Autobahn (A4) auch eine internationale Reiseroute von der An- und Abreise der Motorsportfans betroffen sein. Italienische Formel1-Fans werden auf der Route über den Grenzübergang Heiligenkreuz für Verzögerungen sorgen.

Die je 180 km Radstrecke wird bei den Ironman-Veranstaltungen am Wörthersee (01.07.) und in Zell am See/Kaprun (26.08.) regional zu Straßensperren führen.

2018 steht Österreich im Zeichen des Radsports. Zuerst wird vom 07.-14.07. die Österreich Radrundfahrt ausgetragen. Der Prolog am Sonntag, 07.07, wird heuer in Feldkirch in Vorarlberg stattfinden. Am zweiten Tag werden die Sportler in Fulpmes/Telfes im Stubaital das Ziel erreichen. In Tirol werden dann auch die meisten Höhenmeter absolviert, unter anderem am Kitzbüheler Horn. Tag fünf führt auf den Großglockner, bevor sich die Tour mit Etappen in der Steiermark (Knittelfeld-Wenigzell) und Niederösterreich (im Raum Waidhofen/Ybbs) zu Ende neigt. Die Schluss-Etappe führt nach Wels in OÖ. Im September folgt dann noch die Rad-WM in Tirol (21.-30.09.).

Die Festspiele in Bregenz (18.07. bis 20.08.) werden an praktisch allen Wochenenden zu Verzögerungen vor dem Pfänder- und City Tunnel auf der Rheintal Autobahn (A14), aber auch auf der L190 (Vorarlberger Straße) und der L202 (Schweizer Straße) führen.

In Salzburg will man an dem im Vorjahr erprobten Verkehrsmanagement weiter feilen. Die Einfahrtsbeschränkung soll nicht nur bei Schlechtwetter, sondern auch an Markt-Tagen (Schrannenmarkt) und bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele (20.07 - 30.08.) aktiviert werden. Für Touristen werden günstige 3-Euro-Bustickets bei der P&R-Anlage des Messegeländes erhältlich sein.

Bei den großen Musik-Festivals, dem Electric Love am Salzburgring (05.-07.07) und dem Frequency in St.Pölten (16.-19.08.) wird es an den An- und Abreisetagen zu Verzögerungen im regionalen Umkreis kommen.

Stauberater, Stauflieger und Kooperation mit ADAC

„Wir versuchen, mit Informationen über das aktuelle Verkehrsgeschehen den Autofahrern größere Zeitverluste zu ersparen“, wirft ÖAMTC-Stauberater Herbert Thaler einen Ausblick auf die Urlaubszeit. Thaler wird wie sein deutscher Kollege mit dem Motorrad auf den Transitstrecken unterwegs sein. Damit bilden die Stauberater einen wichtigen Teil des ÖAMTC-Urlaubsservices. Auch der ADAC-Stauflieger steigt heuer wieder auf, um die Reiseströme von oben zu beobachten. Dadurch können Entwicklungen an den Staupunkten besser prognostiziert werden.

AVISO an die Redaktionen:
Staugrafik unter: www.oeamtc.at/sommer_2018.pdf/25.876.933
Fotos der Stauberater von ADAC und ÖAMTC auf Anfrage
Interviews mit Stauberater und Piloten des ADAC-Staufliegers auf Anfrage

Schluss
Kner/Obermayr

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