Bohrn Mena: „Niemand will Ihre Tierquälerei, Herr Innenminister Kickl!“

Liste Pilz verstärkt Kritik an berittener Polizei

Wien (OTS) - Trotz massiver Kritik von Tierschutzorganisationen, Pferde-ExpertInnen und breiten Teilen der Bevölkerung hält FPÖ-Innenminister Herbert Kickl an seinen Plänen zur Einführung einer berittenen Polizei fest. Schon bald sollen die Tiere in Wien zum Einsatz kommen, obwohl von der Anschaffung bis zur Unterbringung nichts geklärt ist. „Das ist ein absolutes Irrsinns-Projekt. Zuerst steigen die Kosten auf schwindelerregende Höhen, Experten reden von einem Kostenanstieg auf bis zu eine Million Euro für die Steuerzahler. Dann findet man keine Unterbringungsmöglichkeit und muss vielleicht nach Niederösterreich ausweichen, längere Transporte zu Einsätzen inklusive. Und jetzt muss der Minister auch noch im Ausland nach Pferden suchen“, kritisiert der Tierschutzsprecher der Liste Pilz, Sebastian Bohrn Mena.

Eine Umfrage des Wiener Stadtsenders W24 hat kürzlich ergeben, dass 68% der Wiener Bevölkerung gegen die Einführung einer berittenen Polizei sind. Maßgebliche Ablehnungsgründe für viele sind neben den hohen Kosten auch der Tierschutzgedanke und die Verletzungs- und Unfallgefahr für Mensch und Tier im Einsatz. „Wir wissen aus anderen Ländern, wie schnell hier Verletzungen entstehen können, etwa bei Demonstrationen oder Fußballspielen. Schon die Ausbildung ist eine echte Qual für die Pferde, sie werden gezielt abgehärtet und dabei regelrecht traktiert. Niemand, der Pferde ernsthaft als Lebewesen wertschätzt, kann reinen Gewissens ihren Einsatz im Polizeidienst befürworten“, findet Bohrn Mena. Das Vorhaben des Innenministers wird strikt abgelehnt: „Niemand will Ihre Pferde-Quälerei, Herr Innenminister. Machen Sie Schluss mit diesen Träumereien und widmen Sie sich Ihrer Arbeit“, beanstandet Bohrn Mena.

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