AK zu Reiseversicherungen: Wer die Wahl hat, hat die Qual 1

Viele Anbieter und Tarife

Wien (OTS) - Bei den Reiseversicherungen gibt es nicht nur viele Anbieter, sondern auch jede Menge Tarife. „Konsumenten sollen nicht nur auf die Prämie schauen, sondern auch Leistungen, Ausschlüsse und Einschränkungen beachten“, rät AK Konsumentenschützer Christian Prantner. Die Tarifvielfalt ist groß. Die AK gibt einen Überblick.

Reiseversicherungen bieten nicht nur die Versicherungen selbst an, sondern auch Kreditkartenunternehmen, Autofahrerclubs und Reiseveranstalter. AK Konsumentenschützer Prantner rät daher: „Achten Sie nicht alleine auf die Prämie, sondern auch auf die Versicherungssummen in den einzelnen Bausteinen, Ausschlüsse und Einschränkungen. Schauen Sie auch, ob die Versicherung europa- oder weltweit gilt, und ob sie nur für die Reise selbst oder etwa ein Jahr lang zutrifft.“ Es gibt viele Möglichkeiten, zu einer Reise-versicherung zu gelangen. Punkte, auf die KonsumentInnen achten sollten:

Bei Online-Buchungen von Reisen poppen oft auch blinkende, warnende Hinweise auf, dass eine Reiseversicherung abgeschlossen werden soll. Vorsicht vor niedrig klingenden Prämien. Der Versicherungsschutz ist dementsprechend eingeschränkt. „Nicht vorschnell abschließen, sondern genau prüfen, welcher Versicherungsschutz nötig ist“, so Prantner.

Auch Kreditkarten (American Express, Diners Club, Card Complete, Six Group) inkludieren Reiseversicherungen mit zahlreichen Bausteinen (Storno, Reiseabbruch, Flugverspätung, Kranken- und Unfallversicherung, Reisehaftpflicht). Die Jahresgebühren für die Kreditkarten inklusive Versicherungsschutz gibt es ab 57,60 Euro. „Beachten Sie, dass es unterschiedliche Bedingungen für die Wirksamkeit des Versicherungsschutzes gibt“, weiß Prantner. „Unterschiede gibt es zudem bei den Deckungslimits in den einzelnen Bausteinen. Es gilt der Grundsatz: Reiseversicherung ist nicht gleich Reiseversicherung – es gibt viele Einschränkungen und Voraussetzungen für den Versicherungsschutz“. Zum Beispiel kann vorkommen, dass der Stornoschutz nur dann gilt, wenn die Reise hauptsächlich mit der Karte bezahlt wurde. Zudem kann es Selbsthalte beim Versicherungsschutz geben.

Die Banken bieten eine breite Palette an Girokonten an, die Kreditkarten mit Versicherungsschutz beinhalten. Mit dem www.ak-bankenrechner.at gibt’s ein Ranking von Girokonten mit Kreditkarten inklusive Reiseversicherungsschutz: Im günstigsten Fall kostet ein derartiges Kontopaket 64 Euro pro Jahr – für das teuerste Konto müssen bereits 291,62 Euro im Jahr aufgewendet werden. „Konsumenten müssen mit durchschnittlich knapp 170 Euro Jahresgebühr rechnen“, betont Prantner.

Dementsprechend groß ist die Tarifvielfalt. Komplett-Pakete der Versicherer inkludieren zumeist die Reise-Storno-, Flugausfalls- oder Verspätungsschutz, Reise-Abbruch-, die Kranken-, Unfall-, Gepäcks-und Reisehaftpflichtversicherung. Neben Komplett-Paketen gibt es reine Storno-Versicherungen mit durchaus unterschiedlichen Stornogründen. „Achtung, nicht jeder Grund für einen verhinderten Reiseantritt ist auch ein Stornogrund gemäß Vertragsbedingungen“, sagt der AK Experte. (Forts.)

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