AK Anderl: „Wir sind auf der Seite jener Menschen, die sich und ihre Familien mit ihrer Arbeit durchbringen müssen“

Aus den Ergebnissen des Mitgliederdialogs wurde das Zukunftsprogramm der Arbeiterkammern entwickelt.

Wien/Feldkirch (OTS) - AK Präsidentin Renate Anderl erklärte in ihrer Rede anlässlich der Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer in Feldkirch, wie die Ergebnisse des Mitgliederdialogs „Wie soll Arbeit?“ in das Zukunftsprogramm eingeflossen sind. „Herzstück des Zukunftsprogramms ist eine Digitalisierungs-Offensive“, sagte Renate Anderl.

Im Rahmen einer Digitalisierungsoffensive wollen die Arbeiterkammern dazu beitragen, dass auch die Beschäftigten von der Digitalisierung profitieren. „Dazu wollen wir in den nächsten fünf Jahren insgesamt 150 Millionen Euro in die Hand nehmen. Die Finanzierung ist eine große Herausforderung für uns. Aber ich bin überzeugt, dass wir es schaffen werden. Durch die Auflösung bzw. Umwidmung von Rücklagen, Kreditaufnahmen und die Nutzung von Synergie- und Effizienzpotenzialen“, so AK Präsidentin Renate Anderl.

Einen Teil der für die Digitalisierungs-Offensive vorgesehenen 150 Millionen Euro werden die neun Arbeiterkammern über einen Qualifizierungsfonds ihren Mitgliedern zur Verfügung stellen. Die Umsetzung erfolgt angepasst an die von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt und die bestehende Bildungs- und Förderlandschaft.

Besonders innovativ ist der ebenfalls im Rahmen der Digitalisierungs-Offensive geplante Projektfonds „Arbeit 4.0“. Der Fonds soll Projekte und Ideen fördern, die neue Arbeits-plätze schaffen und Arbeitsbedingungen verbessern. „Ausbauen werden wir auch die Beratung zu den Schattenseiten der Digitalisierung. Etwa im komplexen Feld des Datenschutzes oder auch bei Online-Abzocke und betrügerischen Inkasso-Schreiben“, führte Renate Anderl aus. Abgesehen von der Digitalisierungsoffensive plant die Arbeiterkammer auch in den Bereichen Bildung, Pflege und Wohnen verstärkte Leistungen.

„Wir sind auf der Seite jener Menschen, die sich und ihre Familien mit ihrer Arbeit durchbringen müssen. Diese Menschen haben ein Recht darauf, dass ihre Rechte verteidigt werden und jemand darauf schaut, dass es besser für sie wird, nicht schlechter. Und genau das werden wir auch weiterhin tun. Und deshalb werden wir auch mit aller Kraft gegen den generellen 12 Stunden-Tag und die 60-Stunden Woche eintreten“, so Renate Anderl.

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