Bohrn Mena: Mobilisierung gegen 12-Stunden-Tag geht uns alle an

Liste Pilz unterstützt ÖGB und Gewerkschaften bei Maßnahmen gegen Regierung

Wien (OTS) - Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) und die Gewerkschaften haben zu ersten Maßnahmen gegen die von der Regierung geplanten Änderungen bei der Arbeitszeit aufgerufen und mobilisieren ab sofort in ganz Österreich. Neben Betriebsräte-Konferenzen und Betriebsversammlungen wird es am 30. Juni eine Großdemonstration in Wien geben.

Die geplanten Änderungen der Regierung wirken sich mehrfach negativ für Beschäftigte und ihre Angehörigen aus. Ihnen gehen bei einer Ausweitung der zuschlagsfreien Tages- und Wochenhöchstarbeitszeit neben Freizeit und beruflicher wie privater Selbstbestimmtheit auch noch Geld verloren. Dagegen gilt es aufzustehen. „Wie schon bei anderen Vorhaben dieser Regierung zahlen auch hier Kinder und Eltern am meisten drauf. Mit den Änderungen ist nicht mehr, sondern noch weniger Vereinbarkeit von Beruf und Familie möglich. Der Lohnraub durch den Wegfall von Überstundenzuschlägen trifft Jungfamilien am stärksten“, sagt Kinderrechtesprecher Sebastian Bohrn Mena.

In Österreich sind derzeit über 400.000 Kinder und Jugendliche von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen. Dabei gilt die Erwerbsfähigkeit der Eltern als wichtigster protektiver Faktor. Genau diese wird aber gemindert, wenn überlange Arbeitszeiten auf unzureichende und kostenpflichtige Kinderbetreuungsangebote treffen. „Über eine Million Arbeitende werden von der Neuregelung betroffen sein. Bislang musste der Chef begründen, wieso ein 12-Stunden-Tag notwendig ist. Doch jetzt müssen die ArbeitnehmerInnen argumentieren, wieso ihre privaten Verpflichtungen wichtiger sind als die Arbeit. Wie das ausgeht, kann sich jeder ausmalen“, kritisiert Bohrn Mena. Die Liste Pilz unterstützt die Bemühungen der Gewerkschaften, die massiven Verschlechterungen für Arbeitende und ihre Angehörigen zu verhindern, auf parlamentarischer Ebene sowie auf der Straße: „Diesen Kampf führen wir gemeinsam, Seite an Seite mit den Gewerkschaften“, bestätigt Bohrn Mena.

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