Scheele: Einsparungen im Gesundheitswesen sind strikt abzulehnen

SPNÖ-Gesundheitssprecherin sieht bedrohliche Vorhaben durch Bundesregierung und will bestehendes System weiter ausbauen und optimieren

St. Pölten (OTS) - „Nichts ist den Menschen in unserem Land so wichtig, wie das Thema Gesundheit. Das Vorhaben der schwarz-blauen Bundesregierung im Gesundheitssystem einzusparen, verbreitet in der Bevölkerung große Verunsicherung“, betonte LAbg. Karin Scheele anlässlich der Budgetdebatte im Niederösterreichischen Landtag mit Blick auf die geplanten Einsparungen und untermauerte die Forderungen der SPNÖ durch entsprechende Resolutionsanträge.

Vor allem die Zerschlagung der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) ist Scheele ein Dorn im Auge. „Die AUVA stellt mit ihren vier Säulen Prävention, Unfallheilbehandlung einschließlich medizinischer Rehabilitation, beruflicher und sozialer Rehabilitation und Rentenleistung ein synergetisches Gesamtsystem dar, in dem die einzelnen Bereiche zum Nutzen der Versicherten zusammenwirken und voneinander lernen“, so Scheele, die auch für ArbeitnehmerInen und -geberInnen nur Vorteile sieht: „Die Versicherten können darauf vertrauen, bei Arbeitsunfällen optimal betreut zu werden und die Unternehmen haben in der AUVA eine konkurrenzlos günstige Haftpflichtversicherung gegen Ansprüche zu Schaden gekommener ArbeitnehmerInnen“, so Scheele.

Auch sei es der AUVA gelungen durch Präventionsmaßnahmen in den letzten 25 Jahren einerseits die Anzahl der tödlichen Arbeitsunfälle von 389 (1992) auf rund 190 (2015) zu halbieren und andererseits die Arbeitsunfälle an sich drastisch zu reduzieren, erläutert Scheele. „Unverständlich, dass die AUVA nun durch eine Beitragssenkung von 1,3% auf 0,8% finanziell ausgehungert werden soll“, klagt LAbg. Scheele, die gleichzeitig auch volle Unterstützung der SPÖ NÖ für die „Salzburger Deklaration“ zusagt. Diese sieht vor allem vor, dass die Gesundheitsversorgung auf Regionalität beruht. „Durch die regionale Präsenz der Gebietskrankenkassen und der Ärztevertretung hat sich ein gut organisiertes und effizientes Netzwerk etabliert, welches die PatientInnen in den Fokus rückt. Nur eine Gesundheitsversorgung, die nahe am Menschen ist, garantiert rasche und effektive Hilfe“, pocht Scheele an der Seite der Gebietskrankenkassen und Ärztekammern auf eine Fortführung und Optimierung dieses Netzwerks. „Anstatt an unserem Gesundheitssystem und den Menschen sparen zu wollen, sollte unser gut funktionierendes Netzwerk im Sinne unserer BürgerInnen weiter ausgebaut und optimiert werden. Hier wird von der schwarz-blauen Regierung ganz eindeutig an der falschen Stelle eingespart“, so Scheele abschließend.

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