Regierung macht ihren Job, nachdem die Gewerkschaften Lösungen blockiert haben

WKS-Präsident Konrad Steindl: WKS ist mit Vorschlag der Regierung zu flexiblen Arbeitszeiten sehr zufrieden – Flexibler Arbeiten sichert Betriebe und Arbeits-plätze

Salzburg (OTS) - „Die WKS begrüßt ausdrücklich, dass die Regierung nun einen viele Jahre währenden Wunsch der Wirtschaft nach flexibleren Arbeitszeiten umsetzt. Damit wird Österreichs Wirtschaft ein wesentliches Stück wettbewerbsfähiger!“, streicht WKS-Präsident Konrad Steindl den standortpolitischen Nutzen der Gesetzesinitiative der Regierung heraus: „Die Betriebe können damit endlich besser Auftragsspitzen abdecken und arbeiten, wenn Arbeit da ist. Sie bekommen Flexibilität mit Rechtssicherheit. Nicht zuletzt kommt das auch den Arbeitnehmern entgegen, die selbst mehrheitlich für flexiblere Arbeitszeiten und fallweise größere Freizeitblöcke eintreten.“
Die jahrelange Hartnäckigkeit der Wirtschaftskammer in dieser Frage hat sich laut Steindl jedenfalls ausgezahlt: „Das österreichische Arbeitszeitgesetz, deren Grundlagen mehre Jahrzehnte alt ist, wird endlich an die globale Wettbewerbswirtschaft und völlig geänderten Konsumentengewohnheiten angepasst, denen mit starren Gesetzesregeln nicht mehr entsprochen werden kann. Dass es nun mehr Bewegungsspielraum in der betrieblichen Arbeitszeitdisposition geben wird, schafft und sichert wie sonst kaum eine standortpolitische Maßnahme Arbeitsplätze!“
An die Adresse der Gewerkschaften: Bitte am Boden bleiben!
Das sollte man sich auch von den Gewerkschaften nicht kaputtreden lassen, meinte Steindl. An die Adresse von AK und Gewerkschaften richtet er die Aufforderung, mit ihrer Kritik am Boden zu bleiben und sich angekündigte Kampfmaßnahmen gut zu überlegen. „Mit Starrheit kommen auch Gewerkschaften nicht mehr weiter, wenn Beschäftigte längst etwas Anderes wollen!“ Die taktische Empörung darüber, dass die Regierung nun umsetzt, was sie angekündigt hat, ist außerdem überflüssig. Denn dieser Beschluss hat eine eindeutige Vorgeschichte:
Bekanntlich haben AK und ÖGB vor einem Jahr die Sozialpartnerverhandlungen zu flexiblen Arbeitszeiten fast vor Abschluss mit einer völlig unsachgemäßen Junktimierung um die sechste Urlaubswoche torpediert. „Hier haben AK und ÖGB in Wahrheit ihre eigene Mitwirkungsmöglichkeit aufgegeben.“ Sie kannten damals gleichfalls auch keine Zurückhaltung, als die Angleichung von Arbeitern und Angestellten, wel-che den Betrieben massive Mehrkosten bringt, per Initiativantrag durchgedrückt wurde. Gleichzeitig beharrten sie auf einem Mindestlohn von 1.500 Euro.
Da helfe es jetzt auch nicht mehr, künstliche Konfrontationslinien zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern aufzubauen, die real nicht existieren, wie etwa bei der Frage der Zuschläge im Falle der Gleitzeit. Oder bei der Ablehnung von Mehrarbeit durch Mitarbeiter. „Das sind keine tauglichen Konfliktlinien, die zudem im Gesetzesprozess noch präzisiert werden können“, ist Steindl überzeugt: „Der Sozialpartner sollte sich dazu durch-ringen, mitzuhelfen, Österreich zeitgemäßer zu gestalten. Konstruierte Konflikte braucht niemand.“

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