Bissmann/Bohrn Mena: Lebensmittelverschwendung in der Landwirtschaft reduzieren!

Liste Pilz fordert von BM Köstinger jetzt Umsetzung eines Sechs-Punkte-Plans

Wien (OTS) - Jährlich gehen fast 90 Millionen Tonnen an Lebensmitteln in der Europäischen Union verloren, davon zwischen einem Drittel und der Hälfte im Bereich der Landwirtschaft. In Österreich sind es schätzungsweise bis zu 30% der Gemüse- und Obsternte, die in der Landwirtschaft verschwendet werden und über 10% des Fleisches, die verloren gehen. Der hierdurch völlig unnötige Verbrauch von Land, Wasser und Dünger und die Produktion von Treibhausgasen belasten die Böden und das Klima.

„Es ist furchtbar zu sehen, wie viele gute Lebensmittel auch in der Landwirtschaft verloren gehen, während Hunderttausende sich bei uns ihr Essen nicht mehr leisten können. Eine unvorstellbare Menge an Fleisch, Milch, Gemüse und Obst wird schon bei Produktion und Verarbeitung weggeworfen, obwohl das absolut vermeidbar wäre. Es ist unverantwortlich, hier weiter wegzusehen. Wir fordern Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger daher auf, jetzt endlich aktiv zu werden“, so Landwirtschaftssprecherin Martha Bissmann und Ökonom Sebastian Bohrn Mena, Tierschutzsprecher der Liste Pilz.

Österreich hat sich im Jahr 2015 verpflichtet, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen umzusetzen, welche auch explizit den Punkt der Reduktion der Lebensmittelverschwendung in der Landwirtschaft umfassen. Bislang ist in dem Bereich in Österreich jedoch noch nichts passiert, Initiativen wurden nur auf den Ebenen des Handels und der KonsumentInnen gesetzt.

Die Liste Pilz hat daher nun einen Entschließungsantrag eingebracht, in welchem Ministerin Köstinger aufgefordert wird, sechs Punkte zur Reduktion der Lebensmittelverschwendung in der Landwirtschaft umzusetzen. Darunter findet sich auch die Forderung nach einer Unterstützung von KleinbäuerInnen bei der Umrüstung ihrer Betriebe.

„Wir möchten unsere BäuerInnen dabei unterstützen, ihren Beitrag zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung zu leisten – denn sie wissen am besten, wie wertvoll die Lebensmittel sind, die sie mühevoll für uns erzeugen. Dabei brauchen sie aber auch gezielte Förderung, die ihnen das Ministerium nun zukommen lassen soll. Damit stärken wir die kleinteilige Landwirtschaft, vermeiden Verschwendung und Treibhausgase und erhöhen mittelfristig auch die Selbstversorgung“, so Bissmann und Bohrn Mena.

Insbesondere auch im Zuge des Prozesses zur Erstellung der Nationalen Strategie für die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union, wird die österreichische Regierung die Möglichkeit haben den Aspekt der Reduktion von Lebensmittelverschwendung in der Landwirtschaft zu berücksichtigen und entsprechende Akzente zu setzen.

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