Wirtschaftskammer-Chef Mahrer: Flexiblere Arbeitszeiten nützen allen – Betrieben, Mitarbeitern und Kunden!

WKÖ-Präsident begrüßt, dass ein lange schwelendes Problem nun im Parlament verhandelt und gelöst werden soll

Wien (OTS) - „Aus Sicht der österreichischen Betriebe und deren Mitarbeiter begrüße ich, dass jetzt das dringende Thema ‚flexiblere Arbeitszeiten‘ endlich gelöst werden soll“, kommentiert Harald Mahrer, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, den heute erfolgten Start parlamentarischer Verhandlungen: „Der Initiativantrag zum Arbeitszeitgesetz, der jetzt bis 2. Juli im parlamentarischen Wirtschaftsausschuss beraten wird, bietet die Chance, endlich zeitgemäße Arbeitsbedingungen umzusetzen, die Betrieben, Mitarbeitern und Kunden Vorteile bringen.“ Eine solche Regelung konnten die Sozialpartner im Vorfeld der vergangenen Nationalratswahl leider doch nicht vereinbaren, weil es Widerstand von Teilgewerkschaften gegen eine praktisch fertige Lösung gab. Mahrer: „Damals wurde noch von der SPÖ-/ÖVP-Regierung vereinbart, dass nun auf Regierungs- und Parlamentsebene das langjährige Problem gelöst wird. Das passiert jetzt.“

Mahrer sieht Vorteile für Betriebe und Mitarbeiter: „Österreichs Unternehmen werden wettbewerbsfähiger, können flexibler auf Kundenaufträge reagieren und sichern so Arbeitsplätze und Erträge. Arbeitnehmer erhalten bei Überstundenleistungen entweder mehr Verdienst oder höhere Freizeitblöcke – und sie können mit flexibleren Arbeitszeiten  auch Beruf und Familie besser vereinbaren. Mit der Verankerung eines Ablehnungsrechts für Arbeitnehmer ist sichergestellt, dass niemand gegen seinen Willen und seine zeitlichen Möglichkeiten zu Überstunden verpflichtet werden kann.“ Und nicht zuletzt tragen die nun vorgesehenen Regelungen zu einer Bereinigung von Graubereichen bei Arbeitszeitregelungen bei.

WKÖ-Präsident Mahrer weist auch darauf hin, dass fallweise 11- oder 12-Stunden-Tage in weiten Bereichen schon Normalität sind, etwa in Krankenhäusern, im öffentlichen Dienst, im Verkehr und in der Industrie in Form von Sonderüberstunden. Und Mahrer betont auch, dass nach Umfragen fast drei Viertel der Arbeitnehmer bereit sind, phasenweise länger zu arbeiten: „Sie schätzen flexible Arbeitszeiten als eindeutig positiv ein, auch weil sie davon überzeugt sind, dass diese ihre Arbeitsplätze sichern.“ 

Der WKÖ-Präsident appelliert daher an Sozialpartnerorganisationen und Parteien, die Frage zeitgemäßer Arbeitszeit-Regelungen im Interesse der Betriebe und ihrer Mitarbeiter nicht zum Wechseln von politischem Kleingeld zu nützen, sondern sachlich und objektiv zu bleiben: „Ein genereller 12-Stunden-Tag steht nicht zur Debatte. 12 Stunden Arbeit am Tag bleiben die Ausnahme. Am generellen 8-Stunden-Tag wird ebenso wenig gerüttelt wie an der generellen 40-Stunden-Woche. Und: Die 11. und 12. Stunde sind grundsätzlich Überstunden mit Zuschlag.“ (PWK435/RH)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
Dr. Rolf Gleißner
Abt. f. Sozialpolitik und Gesundheit
T: +43 5 90 900 4286
E: rolf.gleissner@wko.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0006