Yildirim: „Auf Zeit spielen ist bei Gewaltschutz riskantes Unterfangen“

ÖVP-Frauenministerin will sich mit neuen Frauenhausplätzen bis 2021 Zeit lassen

Wien (OTS/SK) - Kein Verständnis hat SPÖ-Nationalrätin Selma Yildirim für die Aussage von ÖVP-Frauenministerin Bogner-Strauß, die sich mit den angekündigten 100 neuen Frauenhausplätzen bis zum Jahr 2021 Zeit lassen will. Thema war das heute, Donnerstag, im Rahmen der Fragestunde im Nationalrat. „Ich habe die Ministerin gefragt, warum sie vorher evaluieren will, wo doch allgemein bekannt ist, dass zum Beispiel allein in Tirol über 40 Frauenhausplätze fehlen“, schildert Yildirim. ****

„Wir halten bei den Frauenhausplätzen die Empfehlungen des Europarates nicht ein. Das sind Mindeststandards. Wenn die Ministerin sagt, sie könne sich damit bis 2021 Zeit lassen, dann ist das eine grobe Verharmlosung der Lage von Frauen und Kindern, die von häuslicher Gewalt betroffen sind und aus dem eigenen Zuhause flüchten müssen. Vom Vertrösten hat leider niemand was“, stellt Yildirim klar.

Auch nach Fertigstellung des derzeit in Bau befindlichen Frauenhauses werden in Tirol weiterhin rund 25 Plätze in Frauenhäusern bzw. Notwohnungen fehlen. Der Europarat empfiehlt einen Platz pro 10.000 Einwohner. Für Tirol sind das also ca. 75 Plätze, so Yildirim. (Schluss) sl

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0006