Facelifting für den Wappenadler des Parlaments

Demontagearbeiten im Parlamentsgebäude laufen auf vollen Touren

Wien (PK) - Wien (PK) Im Zuge der Generalsanierung des historischen Parlamentsgebäudes stehen zurzeit die Demontagearbeiten im Mittelpunkt. Bevor mit den eigentlichen Umbauarbeiten im Nationalratssitzungssaal begonnen werden kann, müssen denkmalgeschützten Bereiche, Einrichtungsgegenstände, Dekorationen etc. gesichert oder abgebaut werden.

Als weitere Schritte im Zuge dieser Maßnahmen wurde heute der Wappenadler aus dem Nationalratssitzungssaal abtransportiert. Dazu wurde die Stahlskulptur noch an der Wand auseinandergeschraubt und so wieder in seine vier ursprünglichen Teile zerlegt, verpackt und mittels Kran über den Balkon auf der Schmerlingplatzseite ins Freie gehievt.

Die Teile wurden in ein Lager in Traiskirchen transportiert, wo sie vor Rücktransport einer gründlichen restauratorischen Begutachtung und einer Reinigung unterzogen werden sollen. Nach Abschluss der Sanierung wird der Adler an seinen angestammten Platz an der Stirnseite des dann neugestalteten Sitzungssaales zurückkehren.

Symbol für das österreichische Parlament

Der Adler über dem Präsidium wurde im Zuge des Wiederaufbaus des Hauses nach dem Zweiten Weltkrieg vom akademischen Bildhauer Rudolf Hoflehner entworfen und angefertigt. Er besteht aus getriebenem Stahlblech, ist etwa vier mal 2,8 Meter groß und wiegt rund 650 Kilogramm. Dank seinem markanten Design ist er zu einem Symbol für das österreichische Parlament geworden, das vielen Bürgerinnen und Bürgern aus Besuchen im Haus, aus TV-Übertragungen und Medienberichten vertraut ist.

Eine  Übersiedelung des Adlers in das Ausweichquartier in der Hofburg kam nicht in Frage, weil er aufgrund seines Gewichts nur mit übermäßig großem technischen und finanziellen Aufwand im Redoutensaal hätte montiert werden können. Deshalb wurde eine deutlich leichtere Kopie angefertigt.

Nächster Schritt: Abbau der Attikafiguren

Die Sicherungs- und Demontagearbeiten im Parlamentsgebäude erfolgen unter fachkundiger Begleitung von RestauratorInnen. So wurden nach dem Mobilar sämtliche Luster und Leuchten abmontiert sowie die Wandvertäfelung (des Copenhagener Systems aus Nussfurnier sowie die Carrara-Marmor-Seitenteile)  im Nationalratssitzungssaal abgebaut. Als nächstes folgen in kommenden Tagen der Figurenschmuck auf dem Dach des Parlamentsgebäudes. Um eine sichere Demontage zu gewährleisten, wurde der Zustand der 44 Attikafiguren an Ort und Stelle untersucht. (Schluss) red

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