AK Analyse: Hello Roaming! 1

Telefonieren und Surfen im Urlaub: Immer mehr Handy-Anbieter schränken Roaming ein oder schließen es sogar aus

Wien (OTS) - Auf und davon – endlich Urlaub! Achtung, wer vom EU-Urlaubsort aus telefonieren und surfen möchte, muss bei der Tarifwahl zunehmend aufpassen. Denn immer mehr Anbieter schränken ihre Roamingdienste ein oder bieten sie bei einzelnen aktuellen Tarifen gar nicht mehr an – das gilt vor allem für Wertkarten. Das zeigt eine AK Auswertung von 194 Mobilfunktarifen von 25 Anbietern.

Seit 15. Juni 2017 gilt für Handytarife: Im EU-Urlaubsland ist nicht mehr zu zahlen als zu Hause – „Roam like at home“. Eine AK Auswertung bei aktuell angebotenen Tarifen zeigt: Bei rund 15 Prozent – das sind 29 von 194 der aktuell angebotenen Tarife – gibt es Ein-schränkungen in Bezug aufs Roaming. Bei 165 Tarifangeboten ist Roaming uneingeschränkt möglich. Bei zwölf Tarifen kann man gar nicht mehr bei Auslandsurlauben tele-fonieren, SMS verschicken oder surfen. Bei 17 Tarifen ist „nur“ die Nutzung von Datenroaming nicht möglich.

Die Ergebnisse im Detail:
+ „Abstriche“ beim Datenroaming: Anfang 2017 gab es gerade einen nicht-roamingfähigen Tarif, im Juni 2017 waren acht Wertkartentarife (der Anbieter T-Mobile, tele.ring und S-Budget) am Markt, bei denen Datenroaming ausgeschlossen war. Heuer gibt es bereits 29 verschiedene Tarife, bei denen KonsumentInnen keinen oder nur einen eingeschränkten Vorteil aus „Roam like at home“ ziehen, weil Roamingdienste in ihrem Tarif gar nicht oder nur teilweise inkludiert sind. Sie können auch nicht als Zusatzoption dazugekauft werden.

+ Meist Wertkarten ohne Roaming: 22 von insgesamt 60 untersuchten Wertkarten schränken Roaming ein. Oder anders gesagt: 22 der 29 Tarife mit Roamingbeschränkungen sind Wertkarten. Aber auch bei sieben Vertragstarifen gibt es keine Möglichkeit mehr, Roaming uneingeschränkt zu nutzen.

+ Funkstille im Ausland: Etliche Anbieter haben sich zumindest in Bezug auf einige ihrer Tarife zu einem Ende fürs Roaming entschlossen: A1, T-Mobile, Drei, bob, yess, tele.ring, S-Budget, Ge org!, wowww!, eety, yooopi!. Bei manchen Anbietern unterlie-gen alle Wertkarten-Tarife Roamingbeschränkungen: S-Budget, tele.ring und T-Mobile. Sie informieren darüber auf der Homepage und im Datenblatt.

Seit die Roamingkosten gefallen sind, wird mehr telefoniert und gesurft: Laut Tele-komregulierungsbehörde RTR stieg die Datennutzung nach dem Auslaufen zusätzlicher Roamingkosten um 388 Prozent (3. Quartal 2016 zu 3. Quartal 2017). Es wurde auch mehr im EU–Ausland telefoniert – die Roamingminuten stiegen von 88 auf knapp 140 Millionen Minuten an (ein Plus von 58 Prozent).

(Forts.)

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