FPÖ-Kumpitsch: „Klassenkampf um AHS-Unterstufe in Deutschlandsberg“

Wien (OTS) - Seit 2016 versuchen Elternvertreter die Schaffung einer AHS-Langform in Deutschlandsberg voranzutreiben - bisher vergebens. Nun hat sich die Volksanwaltschaft in ihrem diesjährigen Bericht erneut mit dem Fall befasst. „Bildung ist ein Grundrecht und darf nicht abhängig vom Wohlwollen des Landesschulrates oder einer SPÖ-Ministerin sein“, zeigt sich der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Mag. Günther Kumpitsch verärgert.  

Seit dem Jahr 2016 setzen sich Elternvertreter erfolglos für eine AHS-Langstufe in Deutschlandsberg ein. Dies hatte zur Folge, dass auch die Volksanwaltschaft die Anzahl von vorhandenen Schulplätzen im Raum Deutschlandsberg einer Prüfung unterzog. „Anfangs fand dieses Anliegen bei der damals zuständigen Präsidentin des Landesschulrates noch Gehör. So war in einem Schreiben an das Bildungsministerium vom ‚Recht auf Chancengleichheit‘ und ‚Diskriminierung‘ die Rede. Dann kam die Wende. Plötzlich sprach sich die Landesschulrätin dezidiert gegen die Schaffung einer solchen Schulform aus“, gibt Kumpitsch den Bericht der Volksanwaltschaft wieder. Er führt weiter aus: „Eine nachvollziehbare Erklärung für diesen Meinungsumschwung konnte, trotz Nachfrage, bis heute nicht gegeben werden. Der Elternverein, welcher den Stein ins Rollen gebracht hatte, wandte sich daraufhin an die Volksanwaltschaft. Diese prüfte die vorhandenen Schulangebote im Bezirk und übte in ihrem aktuellen Bericht einige Kritik“, so Kumpitsch.  

„Deutschlandsberg gehört zu den wenigen Bezirken österreichweit ohne vollwertige AHS, ein Umstand der dringend geändert werden muss. Jedem Schüler steht die freie Wahl der Schulform zu. Mehrere Stunden pro Tag in die nächste vollwertige AHS zu pendeln, ist für Zehnjährige nicht zumutbar. Deutschlandsberger Schüler wurden jahrelang Opfer sozialistischer Bildungspolitik“, kritisiert Kumpitsch. Laut Kumpitsch hielt es das Bundesministerium unter Ministerin Sonja Hammerschmid 2017 nicht für notwendig, in der Causa die notwendigen Schritte zu setzen. „Deutschlandsberg verfügt über neun Neue Mittelschulen. Die Angst, dass diese Schulform bei Gründung einer AHS-Unterstufe als gescheitert erkennbar würde, war im Ministerium anscheinend zu groß“, betont der freiheitliche Abgeordnete. Dennoch gibt sich Kumpitsch optimistisch: „Volksanwalt Dr. Fichtenbauer hat auf Nachfrage bestätigt, dass lokale, sekundäre Schulbildung ein verfassungsmäßiges Recht ist, über das man sich auch als Landesschulrat nicht ohne Weiteres hinwegsetzen kann. Auch deshalb steht der Ausbau von AHS-Angeboten, insbesondere Unterstufen, in unserem Regierungsprogramm. Wir werden uns weiter für die Schaffung eines Gymnasiums in Deutschlandsberg engagieren damit für die Region und vor allem die Schüler endlich eine Verbesserung eintritt.“

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