NEOS: EZB-Zinspolitik zugunsten von Spareinlagen und Altersvorsorge ändern

Gerald Loacker: „Die Eurostaaten müssen ihre Finanzen in Ordnung bringen. Jede Verzögerung finanzieren die Bürgerinnen und Bürger mit ihren privaten Ersparnissen.“

Wien (OTS) - Seit Jahren hält die EZB die Zinsen künstlich bei Null. Gleichzeitig verschafft sie durch großvolumige Anleihenkäufe den verschuldeten Euro-Ländern die Luft, mit Reformen die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen. „Was für die verschuldeten Staaten ein Segen ist, ist für die Sparer in ganz Europa eine Katastrophe,“ stellt NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker fest. „Wer für sein Alter finanziell vorsorgt, erlebt in diesen Jahren oft Wertverluste: Sparguthaben, Lebensversicherungen, Bausparverträge, Pensionsversicherungen bringen kaum Erträge.“

In der EZB werden morgen Experten zufolge die Weichen gestellt, in welche Richtung es in der Zinsfrage geht. Mehrere Ökonomen erwarten, dass Mario Draghi ein Ende der Anleihenkäufe signalisieren könnte. Die NEOS sehen ein Zurückfahren des Anleihe-Kaufprogramms der EZB als Voraussetzung für schrittweise Zinserhöhungen im Euroraum. Banken, Versicherungen, Pensionskassen und EZB sind auf Grund von Regulatorien und Anleihenkaufprogrammen massiv in Staatsanleihen investiert. „Daher geht es bei dieser Entscheidung nicht nur um die langfristige Stabilität des Euro, sondern auch um die Wertbeständigkeit der Altersvorsorge von Millionen Europäern“, so Loacker.

Vor allem in einem Punkt muss die österreichische Regierung auf europäischer Ebene klarer kommunizieren: Die Eurostaaten müssen ihre Finanzen in Ordnung bringen. Jede Verzögerung finanzieren die Bürger mit ihren kleinen privaten Ersparnissen. „Zurecht sorgen sich die Österreicher sich um den Wert ihrer Sparguthaben, Pensions-, Renten- und Lebensversicherungen. Die Generation unserer Eltern konnte dank Zinssätzen in der Höhe von 5-6 Prozent das Guthaben auf ihrem Sparbuch noch innerhalb von 12 Jahren verdoppelten. Heute muss man schon froh sein, wenn man am des Jahres noch den gleichen Betrag am Sparbuch findet wie zu Jahresbeginn.“ Hier gilt es für die Regierung, den Menschen reinen Wein einzuschenken. Die Schuldenpolitik der letzten Jahrzehnte in vielen Ländern wird aktuell von der EZB auf Kosten der kleinen Sparer und zukünftigen Pensionisten finanziert.

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