Yildirim/Hagsteiner: „Familienbonus ist Schritt in die falsche Richtung“

Frauen und NiedrigverdienerInnen klar im Nachteil

Wien (OTS/SK) - Heute hat die schwarz-blaue Bundesregierung den Familienbonus beschlossen. Rund 1,8 Mrd. Euro wird das kosten. Quasi im gleichen Atemzug streicht Schwarz-Blau die 52,5 Mio. Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung. „Das ist unsinnig und ungerecht. Vom Ausbau der Kinderbetreuung und der Sachleistungen profitieren alle. Bedingung für den Familienbonus ist aber ein gutes Einkommen“, kritisieren die Tiroler SPÖ-Nationalratsabgeordnete Selma Yildirim und die Tiroler SPÖ-Landtagsabgeordnete Claudia Hagsteiner. ****

Bei einem Kind muss man mindestens 1750,- Euro brutto, bei zwei Kindern 2300,- verdienen. Jobsuchende und BezieherInnen von Notstandshilfe oder Mindestsicherung bekommen nicht einmal den Mindestbetrag von 250 Euro für ihre Kinder. Für die einkommensschwächsten 30 Prozent der Familien stehen nur 17 Prozent vom Familienbonus zur Verfügung. „Frauen trifft das besonders, denn ihnen kommt weniger als ein Viertel der Mittel zu Gute“, so Yildirim, Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Tirol. Dieses Steuerzuckerl sei Teil einer „Zurück an den Herd-Politik“.

„Ich möchte, dass Frauen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Ohne Abhängigkeiten und Armutsgefährdung aufgrund von Betreuungspflichten. Dazu braucht es eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, fordert Yildirim. „Speziell in Tirol gibt es bei der Kinderbetreuung Aufhol- und Ausbaubedarf. Familien mit Kindern haben es hier besonders schwer“, ergänzt Hagsteiner. (Schluss) sc 

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