Regierung betreibt Umverteilungspolitik auf dem Rücken von Kindern

Familienbonus lässt von Armut betroffene Kinder auf der Strecke

Wien (OTS) - „Mit dem heutigen Beschluss des sogenannten Familienbonus im Ministerrat trägt die Regierung den Grundsatz, dass jedes Kind gleich viel wert ist, endgültig zu Grabe“, kommentiert Christian Oxonitsch, Bundesvorsitzender der Kinderfreunde die aktuellen familienpolitischen Entwicklungen.

"Wenn man sich den Familienbonus aus Kindersicht ansieht, ist das fatal: Da gesteht die Regierung dem einen Kind, das aus einer gutverdienenden Familie kommt, 1500 Euro im Jahr zu. Seine Freundin, deren Mutter Alleinerzieherin ist, ist dem Staat noch 250 Euro wert. Das dritte Kind, das das Pech hat, dass seine Eltern arbeitslos sind, geht komplett leer aus. Wie wollen sie das Kindern erklären?“, fragt sich Oxonitsch.

Der Familienbonus wirkt sich verteilungspolitisch ungünstig aus: Auf die unteren Einkommen entfallen lediglich 16 Prozent des gesamten „Entlastungsvolumens“, während die oberen Einkommen fast 40 Prozent vom Kuchen bekommen. „Das ist ganz klar schwarz-blaue Umverteilungspolitik. Diese auf dem Rücken von Kindern auszutragen, ist besonders perfide“, so Oxonitsch.

 „Mit dem Familienbonus, der arme Kinder auf der Strecke lässt und der Deckelung der Mindestsicherung für Familien, setzt die Regierung zwei Maßnahmen, die deutlich machen: Schwarz blau will nicht Kinderarmut bekämpfen, sondern armen Kindern das Leben möglichst schwer machen. Das ist kinderrechtlich schwer bedenklich, weil jedes einzelne Kind das Recht auf ein Leben in sozialer Sicherheit und ohne Existenzängste hat. Ganz egal, woher es kommt und wie reich seine oder ihre Eltern sind“, schließt Oxonitsch.

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