Ehrenpreisverleihung an NÖ Blasmusikkapellen

LH Mikl-Leitner: „Qualität auf höchstem Niveau erreicht“

St. Pölten (OTS/NLK) - Im Landhaus in St. Pölten nahm Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gestern, Dienstag, die Verleihung der Ehrenpreise an die niederösterreichischen Blasmusikkapellen vor. Insgesamt wurden 50 Ehrenpreise vergeben: fünf Ehrenpreise in Bronze, sechs Ehrenpreise in Silber, neun Ehrenpreise in Gold und 30 Mal der Andreas Maurer-Sonderpreis.

Es gebe kaum eine Veranstaltung im Land, „wo die Blasmusik nicht im Einsatz ist und einen wunderbaren Rahmen schafft“, betonte Landeshauptfrau Mikl-Leitner, dass die Blasmusik an allen Orten des Landes zu Hause sei. „Jede einzelne Blasmusikkapelle leistet Großartiges, jede Musikerin und jeder Musiker verdient unseren größten Respekt und unsere Wertschätzung“, sagte die Landeshauptfrau „Danke für die jahrelangen und jahrzehntelangen Leistungen“.

Die Ehrenpreisverleihungen seien eine Tradition in Niederösterreich und würden den Stellenwert der Blasmusikkapellen unterstreichen, führte Mikl-Leitner aus, dass die Zahlen, Daten und Fakten eine ganz klare Sprache sprechen: „Wir haben in Niederösterreich 493 Blasmusikkapellen und über 25.000 aktive Musikerinnen und Musiker.“ Im Bundesland Niederösterreich werde Kultur großgeschrieben, betonte die Landeshauptfrau, dass die Blasmusik eine wesentliche Säule sei. Niederösterreich verfüge über viele Leuchtturmprojekte wie Grafenegg, das Festspielhaus, das Haus der Geschichte oder die Schallaburg – eine derartige Spitze sei aber nur möglich, wenn es auch die erforderliche Breite gebe. „Es gibt keine zweite Institution, wo diese Breite so spürbar und erlebbar ist“, betonte Mikl-Leitner: „Die Blasmusik ist aus dem Kulturleben nicht wegzudenken.“

Mit der Blasmusik habe man „eine Qualität auf höchstem Niveau erreicht“, hielt Mikl-Leitner fest, dass die Musikschulen wesentlich dazu beigetragen hätten. Die Kapellen seien „ein wichtiger Teil unseres gesellschaftlichen Lebens“, führte die Landeshauptfrau aus, dass hier auch Kameradschaft und Freundschaft gelebt werden. „Jeder Einzelne und jede Einzelne von Ihnen stiftet Identität und zeigt, wie man Traditionen lebt“, so Mikl-Leitner zu den Musikerinnen und Musikern. Sie betonte die Nachwuchsarbeit und sagte, dass rund 50 Prozent der Musikerinnen und Musiker in den Kapellen unter 30 Jahre alt seien. Die jungen Menschen hätten Talent, es brauche aber die richtigen Vermittlungsmethoden, um die Talente zu fördern. Die Kapellen würden Jugendlichen Orientierung und Halt geben, so Mikl-Leitner.

Die Ehrenpreisverleihungen seien „besondere Höhepunkte in der Geschichte der Kapellen, die ausgezeichnet werden“, so Direktor Peter Höckner, Landesobmann des NÖ Blasmusikverbandes. Es seien „beachtliche Leistungen, die die Musikantinnen und Musikanten vollbringen“, sprach Höckner von 250 Stunden ohne Üben und Nachbesprechung, die ein Musiker bzw. eine Musikerin in seiner bzw. ihrer Musikkapelle verbringe. Bei den Kapellmeistern und Obmännern komme zur musikalischen auch die organisatorische Leistung, bedankte er sich für den großen Einsatz über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg.

„Danke an alle, die zum Erfolg des Aufstiegs der Kapellen in unserem Land beigetragen haben“, bedankte sich Höckner insbesondere bei den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern: „Sie alle können stolz sein auf Ihre Musikkapellen!“ Der Obmann bedankte sich auch beim Land Niederösterreich. Die Kapellen profitierten immens vom NÖ Musikschulwesen, jährlich werde der Musikerstand um 500 aktive Musikantinnen und Musikanten erhöht, die Zukunft der Kapellen sei also gesichert. Er gratulierte den Kapellen zu den Auszeichnungen und richtete die Bitte an die Musikantinnen und Musikanten: „Bleiben Sie unserer Blasmusik weiterhin treu!“

Dankesworte im Namen aller ausgezeichneten Blasmusikvereine sprach der Obmann des Musikvereines Texingtal Robert Salzer. Die Ehrenpreise seien „der Lohn für sehr viel Probenarbeit“, betonte Salzer, dass man an der Qualität arbeite. „Blasmusik ist der Basiskulturträger in den Gemeinden“, führte der Obmann aus, dass es „eine ganz große Wertschätzung“ sei, dass das Land solche Veranstaltungen mache, „um uns und die Blasmusik zu ehren“.

Den Ehrenpreis in Bronze erhielten der Musikverein St. Georgen am Reith (Bezirk Amstetten), der Musikverein Mannersdorf/Leithagebirge (Bezirk Bruck an der Leitha), die Stadtkapelle Schrems (Bezirk Gmünd), die Marktmusikkapelle Bad Fischau-Brunn (Bezirk Neunkirchen) und die Musikkapelle Hausleiten (Bezirk Tulln).

Der Ehrenpreis in Silber ging an den Musikverein Hollenstein an der Ybbs (Bezirk Amstetten), den Musikverein Ebreichsdorf (Bezirk Baden), die Trachtenkapelle Bad Pirawarth (Bezirk Gänserndorf), den Grenzlandmusikverein Zissersdorf (Bezirk Horn), die Musikkapelle Großebersdorf (Mistelbach) und den Musikverein Ober-Grafendorf/St. Margarethen (Bezirk St. Pölten).

Den Ehrenpreis in Gold erhielten die Trachtenmusikkapelle Wallsee-Sindelburg, der Musikverein Stephanshart (Bezirk Amstetten), die Trachtenkapelle Guntersdorf (Bezirk Hollabrunn), der Musikverein Kilb, die Trachtenkapelle Emmersdorf (Bezirk Melk), der Musikverein Hettmannsdorf-Würflach, der Musikverein Natschbach-Loipersbach (Bezirk Neunkirchen), die Stadtkapelle Scheibbs (Bezirk Scheibbs) und der Musikverein Würmla (Bezirk Tulln).

Der Andreas Maurer-Sonderpreis ging an den Musikverein Ybbsitz, die Trachtenkapelle St. Michael am Bruckbach, den Musikverein Wachtberg (Bezirk Amstetten), die Stadtkapelle Traiskirchen (Bezirk Baden), den Musikverein Götzendorf an der Leitha, den Musikverein Margarethen am Moos, den Musikverein „Einigkeit“ Stixneusiedl (Bezirk Bruck an der Leitha), den Musikverein Markgrafneusiedl, den Musikverein Ebenthal, den Musikverein Spannberg (Bezirk Gänserndorf), die Stadtmusik Maissau, den Musikverein Ravelsbach (Bezirk Hollabrunn), die Trachtenkapelle Gedersdorf, den Musikverein Schönberger Jungmusikanten (Bezirk Krems), die Trachtenkapelle Ramsau, die Musikkapelle Kleinzell (Bezirk Lilienfeld), den Musikverein Kirnberg an der Mank, den Musikverein Texingtal, den Musikverein St. Martin-Karlsbach (Bezirk Melk), die Trachtenkapelle Kreuttal (Bezirk Mistelbach), den Blasmusikverein Kirchberg an der Pielach, die Jugendblaskapelle Michelbach, die Trachtenkapelle Inzersdorf-Getzersdorf (Bezirk St. Pölten), die Stadtkapelle Wieselburg an der Erlauf, den Musikverein St. Georgen an der Leys, den Musikverein Purgstall (Bezirk Scheibbs), den Musikverein Michelhausen (Bezirk Tulln), den Musikverein Groß Gerungs, die Gemeinde-Blasmusikkapelle Grafenschlag und die Musikkapelle Echsenbach (Bezirk Zwettl).

Nähere Informationen: NÖ Blasmusikverband, Telefon 07472/668 66, e-mail office@noebv.at, www.noebv.at

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