Waitz zu Agrarkommissar Hogan: Diese Reform verdient ihren Namen nicht.

Grüne wollen umweltgerechte Produktion fördern statt Agrarfabriken

Straßburg/Wien (OTS) - Bei der gestrigen Anhörung des Agrarkommissars Hogan ließen die Abgeordneten der Grünen/EFA-Fraktion kaum ein gutes Haar an den Reformvorschlägen der Kommission für die Agrarpolitik nach 2020. 

Thomas Waitz, Biobauer und Mitglied im Agrarausschuss für die Grünen: „Hogans Reformvorschlag verdient seinen Namen nicht. Angesichts der gegenwärtigen Herausforderungen braucht es eine Förderung der Agrarwende mit mehr Qualität, Umwelt-, Tier- und Klimaschutz und eine Offensive für die ökologische Landwirtschaft. Wir Biobauern und -bäuerinnen erfüllen die Anforderungen, die die Gesellschaft an die Landwirtschaft der Zukunft stellt. Im Konzept des Kommissars kommt die Biolandwirtschaft jedoch kaum vor. Das können und werden wir nicht akzeptieren.“

Die GAP würde weiterhin eine aggressive Exportpolitik - basierend auf einem industriellen Landwirtschaftsmodell - verfolgen, anstatt den Bedürfnissen der Gesellschaft und der kleinen und mittleren Familienbetriebe Rechnung zu tragen. Zudem würde die drohende Renationalisierung der Agrarpolitik dazu führen, dass die ökologischen und sozialen Ziele, die die BürgerInnen seit vielen Jahrzehnten fordern, unter die Räder kommen.

Die Zukunft der europäischen Landwirtschaft könne nicht in einem Husch-Pfusch-Vorschlag abgehandelt werden, dazu stehe zu viel auf dem Spiel, so Waitz. „Mit der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik werden die Weichen gestellt – entweder in Richtung von noch mehr und größeren Agrarfabriken oder hin zu einer nachhaltigen, bäuerlichen Landwirtschaft, die auf Agrarökologie und Klimaschutz sowie gute Arbeitsplätze setzt. Wir Grüne werden mit all unseren Kräften für den ökologischen Weg eintreten.“ 

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DIin IRMI SALZER
Referentin für Agrarpolitik - MEP Thomas Waitz
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