Merck nimmt Vordenkerrolle bei ethischen Fragestellungen der Genomeditierung ein

Darmstadt, Deutschland (ots/PRNewswire) - Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen und Wegbereiter auf dem Gebiet der Genomeditierung, hat heute bekannt gegeben, dass die Fachzeitschrift The American Journal of Bioethics voraussichtlich in ihrer Juli-Ausgabe einen wissenschaftlichen Artikel zu ethischen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Genomeditierung veröffentlichen wird. Eine Zusammenfassung wurde im Blog des American Journal of Bioethics veröffentlicht.

- Fachartikel "Ethical Considerations in the Manufacture, Sale and Distribution of Genome-Editing Technologies" von führender Bioethik-Fachzeitschrift angenommen

- Betont die Bedeutung der wissenschaftsbasierten Bioethik für die Genombearbeitung und neuartige Verfahren, um sicherzustellen, dass Produkte die höchsten Standards erfüllen

"Die Veröffentlichung dieser Arbeit zeigt, dass Merck ein echter ethischer Innovator ist", sagte Udit Batra, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und Leiter des Unternehmensbereichs Life Science. "Wir haben ein Bioethics Advisory Panel eingerichtet - eine Gruppe globaler biomedizinischer Experten -, um Leitlinien für die Forschung bereitzustellen, in der die Unternehmensbereiche von Merck aktiv sind, einschließlich der Erforschung oder Verwendung von Genome-Editing. Wir nehmen unsere Verantwortung hier sehr ernst."

Mitautoren des Fachartikels waren zudem Kollegen aus dem MBAP (Merck Bioethics Advisory Panel), das sich aus Biomedizinexperten aus aller Welt zusammensetzt, Mitarbeiter aus den Unternehmensbereichen Life Science und Healthcare sowie der Corporate-Affairs-Abteilung des Unternehmens. Der Artikel erörtert kritische, ethische Fragestellungen in Zusammenhang mit den Prozessen der Entdeckung, Entwicklung, Herstellung, des Verkaufs und Vertriebs von Technologieprodukten zur Genomeditierung, wie beispielsweise Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeat (CRISPR).

"Unsere Publikation enthält die kritischen Verantwortlichkeiten von Lieferanten wie Merck", sagte Dr. Jochen Taupitz, ein renommierter Ethik-Experte und Professor an der Universität Mannheim und Co-Autor der Publikation. Taupitz ist auch Mitglied des Bioethics Advisory Panel von Merck.

"Als Unternehmen, das den Weg für Innovationen im Bereich Genomeditierung bereitet, erkennt Merck die Notwendigkeit, wissenschaftlich fundierte bioethische Positionen zu entwickeln und umzusetzen", sagte Steven Hildemann, globaler Chief Medical Officer im Unternehmensbereich Healthcare von Merck und Seniorautor des wissenschaftlichen Artikels. "Diese Veröffentlichung beschreibt unseren neuartigen Ansatz, mit dem wir sicherstellen wollen, dass bei der Entwicklung und dem Vertrieb unserer Produkte zur Genomeditierung die höchsten Standards der sich rasant weiterentwickelnden bioethischen Leitlinien eingehalten werden."

Das bioethische Beratungsgremium MPAP von Merck hat unter Berücksichtigung wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Fragestellungen eine klare operative Position definiert, um eine Richtschnur für den Einsatz von vielversprechenden Therapieansätzen in der Forschung und Anwendung zu geben.

Bei CRISPR handelt es sich um ein weit verbreitetes Verfahren zur Editierung von Genen. Die Technologie fungiert als Genschere, mit der ein vorhandenes Gen mit beispielloser Präzision entfernt oder ausgetauscht sowie aktiviert oder deaktiviert beziehungsweise ein neues Gen eingefügt werden kann. In den Fachartikel floss die Erfahrung des Life-Science-Geschäfts des Unternehmens aus 13 Jahren Entwicklung und Vertrieb der CRISPR-Technologie für die Genomeditierung ein.

Das Life-Science-Geschäft von Merck hat Patentschutz für die grundlegende CRISPR-Technologie in Australien, China, Europa, Israel, Kanada, Singapur und Südkorea erhalten. Seine CRISPR-Patente beziehen sich auf die chromosomale Integration, d. h. die Sequenz eukaryotischer Zellen wird durchtrennt und es wird eine synthetische exogene DNA-Sequenz eingefügt, um eine gewünschte Veränderung im Genom vorzunehmen. Forscher sind dadurch in der Lage, eine krankheitsassoziierte Mutation durch eine vorteilhafte oder funktionale Gensequenz zu ersetzen, was eine wichtige Rolle für die Erstellung von Krankheitsmodellen spielt und neue Lösungen für Gentherapien ermöglicht.

Merck hat auf dem Gebiet der Genomeditierung wesentliche Beiträge geleistet. Als erstes Unternehmen bot Merck weltweit maßgeschneiderte Biomoleküle für die Genomeditierung an (TargeTronTM(TM) RNA-geführte Gruppe-II-Introns und CompoZr(TM) Zinkfingernukleasen), wodurch die Verbreitung dieser Verfahren in der globalen Forschungsgemeinschaft vorangetrieben wurde. Merck stellte zudem als erstes Unternehmen sogenannte Arrayed-CRISPR-Bibliotheken her, die das gesamte menschliche Genom abdecken. Mit ihnen können Forscher mehr Fragestellungen zu den zugrundeliegenden Krankheitsursachen untersuchen und dadurch die Entwicklung von Therapien beschleunigen.

Eine Online-Vorschau des Fachartikels zu bioethischen Fragestellungen der Genomeditierung, der in der Printausgabe des The American Journal of Bioethics veröffentlicht wird, kann unter folgendem Link abgerufen werden:

http://www.bioethics.net/2018/05/ethical-considerations-in-the-manufacture-sale-and-distrib ution-of-genome-editing-technologies/

Weitere Informationen zu den Aktivitäten von Merck auf dem Gebiet der Genomeditierung finden Sie auf: https://gb.merckgroup.com/2017/magazin/neue-wege-krankheiten-zu-erkennen

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Über Merck

Merck ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Rund 53.000 Mitarbeiter arbeiten daran, Technologien weiterzuentwickeln, die das Leben bereichern - von biopharmazeutischen Therapien zur Behandlung von Krebs oder Multipler Sklerose über wegweisende Systeme für die wissenschaftliche Forschung und Produktion bis hin zu Flüssigkristallen für Smartphones oder LCD-Fernseher. 2017 erwirtschaftete Merck in 66 Ländern einen Umsatz von 15,3 Milliarden Euro.

Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt. Die Gründerfamilie ist bis heute Mehrheitseigentümerin des börsennotierten Konzerns. Merck mit Sitz in Darmstadt besitzt die globalen Rechte am Namen und der Marke Merck. Einzige Ausnahmen sind die USA und Kanada, wo das Unternehmen als EMD Serono, MilliporeSigma und EMD Performance Materials auftritt.

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