vie-mobility 2018: Digitalisierung und Mobilität als starke Treiber für die Wirtschaft in der Ostregion

Hochkarätige Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Industrie diskutierten beim beim achten vie-mobility Symposium über optimale Infrastrukturen und Mobilität in starken Regionen.

Nur durch den Austausch von Wirtschaft, Technologie-Industrie und Politik kann Innovation geschaffen, gefördert und ausgebaut werden
Novomatic-CEO Harald Neumann
Mit dem Hauptbahnhof in Wien konnte in einer überschaubaren Zeit in Zusammenarbeit mit der ÖBB und der Stadt Wien ein Umdenken und eine Umstrukturieren des Verkehrs herbeigeführt werden. Der Flughafen Wien und die dritte Piste ist ebenso ein wichtiger Schlüssel wie auch die Zusammenarbeit mit allen drei Bundesländern. Jetzt gilt es die bestehende Infrastruktur untereinander zu vernetzen
Bürgermeister Michael Ludwig
Niederösterreich ist ein großflächiges Land mit den unterschiedlichsten Anforderungen, das müssen wir berücksichtigen. Es herrscht permanenter Kontakt und guter Austausch mit den anderen Bundesländern und eine positive Zusammenarbeit mit der Bundesregierung
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
Alternativen Antriebsmethoden und E-Mobilität kommt in den nächsten Jahren enorme Bedeutung zu. Ziel muss sein, die Chancen der Digitalisierung konsequent zu nutzen und sich als technologischer Vorreiter zu positionieren
Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck
2021 ist für die E-Mobilität das große Stichjahr, die Automobilbranche steht unter sehr viel Druck und jeder Hersteller hat sich individuelle Ziele gesetzt. In Wien entstehen gerade 1.000 Ladepunkte im öffentlichen Raum und die Entwicklung E-Mobilität weist zu einem gesamten Ökosystem mit intelligenten Ladelösungen
Smatrics-Geschäftsführer Michael Viktor Fischer
Nicht jeder wird ein Elektroauto besitzen aber immer öfter werden sie unsere Mobilität unterstützen. Das richtige Fahrzeug zur richtigen Zeit, auf die Bedürfnisse des Nutzers zugeschnitten, ist die Zukunft. Und trotzdem bleibt es für viele wichtig, ein wertiges Auto zu besitzen.
Alexander Martinowsky, Vorsitzender der europäischen Mercedes-Händler
Transport- und Straßeninfrastruktur, Maintenance, Verkehrssicherheit und Personenmobilität sind wichtige Punkte für multimodale Verkehrssysteme und ein gesamtheitliches Mobilitätsökosystem der Zukunft
Arno Klamminger, Head of Center Mobility Systems AIT

Wien (OTS/LCG) - „Nur durch den Austausch von Wirtschaft, Technologie-Industrie und Politik kann Innovation geschaffen, gefördert und ausgebaut werden“, eröffnete Novomatic-CEO Harald Neumann die achte vie-mobility, die Plattform für Elektromobilität und Standortentwicklung. Der Initiator der vie-mobility, Ralph Vallon, sah die Diskussion über eine enge und erfolgreiche Zusammenarbeit der Ostregion als wegweisend für die fünf Millionen Metropol-Region Wien, Niederösterreich und Burgenland.

Den Auftakt machten der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig, Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Burgenlands Landesrat Hans Peter Doskozil, die über den Ausbau der Ostregion zu einem großen Wirtschaftsraum sprachen. Die Digitalisierung sei mit der industriellen Revolution zu vergleichen und es müsse bereits während der Ausbildung darauf Rücksicht genommen werden. Erst eine stabile und gut ausgebaute Infrastruktur ermöglicht Digitalisierung. Zu einer engen Zusammenarbeit in der Ostregion bekannten sich alle drei Politiker.

„Mit dem Hauptbahnhof in Wien konnte in einer überschaubaren Zeit in Zusammenarbeit mit der ÖBB und der Stadt Wien ein Umdenken und eine Umstrukturieren des Verkehrs herbeigeführt werden. Der Flughafen Wien und die dritte Piste ist ebenso ein wichtiger Schlüssel wie auch die Zusammenarbeit mit allen drei Bundesländern. Jetzt gilt es die bestehende Infrastruktur untereinander zu vernetzen“, erklärt Bürgermeister Michael Ludwig.

„Niederösterreich ist ein großflächiges Land mit den unterschiedlichsten Anforderungen, das müssen wir berücksichtigen. Es herrscht permanenter Kontakt und guter Austausch mit den anderen Bundesländern und eine positive Zusammenarbeit mit der Bundesregierung“, so Mikl-Leitner.

Für Landesrat Hans Peter Doskozil steht der Mensch in der Region an erster Stelle. Es müsse zuerst an die Bevölkerung und überregional gedacht werden, dann in Richtung Digitalisierung. Ein wichtiges Thema, das auf überregionaler Ebene gelöst werden müsse, sei wie man den Pendelverkehr auf Schiene bringe.

Digitalisierung und Mobility-Innovationen live: Best Practice

„Alternativen Antriebsmethoden und E-Mobilität kommt in den nächsten Jahren enorme Bedeutung zu. Ziel muss sein, die Chancen der Digitalisierung konsequent zu nutzen und sich als technologischer Vorreiter zu positionieren“, so Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck.

Digitalisierung ist als fester Bestandteil im Regierungsprogramm verankert und die Einrichtung eines eigenen „Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort“ ist erst der Anfang. Digitale Kompetenz ist der Schlüssel zur Zukunft und eine Frage der sozialen Inklusion. Mit dem Pakt für Digitale Kompetenz soll nun allen der Weg in eine digitale Zukunft ermöglicht werden und die Bevölkerung fit für die Digitalisierung gemacht werden.

ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä sprach über zukunftsträchtige Technologien wie Predictive Maintenance für Zustandsprognosen, die künftig nicht nur die Effizienz steigern, sondern vor allem auch die Sicherheit deutlich erhöhen werden. Als einer der größten E-Mobilitäts-Anbieter des Landes ist es das Ziel der ÖBB, das Angebot von E-Mobilität weiter auszubauen. Der zunehmende Wunsch nach Convenience für Kunden ist ebenso Thema des Digitalisierungsprozesses, wie die attraktivere Gestaltung der Bahnlogistik.

Bei der Österreichischen Post ist Elektromobilität bereits seit 2012 kontinuierlich am Vormarsch. Seither wurde massiv in den Ausbau der E-Flotte und intelligenter Mobilitätskonzepte investiert. Inzwischen umfasst der E-Fuhrpark rund 1.500 E-Fahrzeuge und ist damit einer der größten in Österreich. Aktuell sind die Einsatzgebiete noch auf die Reichweiten der E-Fahrzeuge beschränkt. Weitere Chancen sieht Walter Oblin, Finanzvorstand der Österreichischen Post, in der raschen technologischen Entwicklung. Eine Rolle bei den Zukunftskonzepten für Paketzustellung im Rahmen der City-Logistik werden möglicherweise Drohnen spielen.

Im Digitalisierungsindex liegt Österreich vor Deutschland auf Platz elf. Kein Grund für Bildungs- und Digitalexpertin Valerie Höllinger, sich auszuruhen. Eine der wesentlichen Fragestellungen betrifft das Humankapital der Zukunft. Denn bis 2030 werden rund 50 Millionen IT-Fachkräfte benötigt, insbesondere in den Bereichen Machine Learning, Data Science und Big Data. Digitalisierung reicht aber in alle Bereiche hinein, denn jeder Job wird mit digitalen Assets bereichert werden, wodurch auch wieder digitale Kompetenz benötigt werden wird.

E-Mobility Infrastruktur: State of the Art

Mit über 24 Millionen Passagieren pro Jahr und 20.000 Beschäftigten am Standort ist der Flughafen Wien ein wichtiges Verkehrsdrehkreuz für Österreichs Wirtschaft und Tourismus sowie einer der größten Arbeitgeber in der Region. Zurzeit werden 30 Ladestationen errichtet und auch Ground Power Units für Flugzeuge sind im Rahmen eines Forschungsprojekts mit der TU Wien in Planung, erläutert Flughafen Wien Vorstand Julian Jäger.

„2021 ist für die E-Mobilität das große Stichjahr, die Automobilbranche steht unter sehr viel Druck und jeder Hersteller hat sich individuelle Ziele gesetzt. In Wien entstehen gerade 1.000 Ladepunkte im öffentlichen Raum und die Entwicklung E-Mobilität weist zu einem gesamten Ökosystem mit intelligenten Ladelösungen“, erklärt Smatrics-Geschäftsführer Michael Viktor Fischer.

E-Mobilität und autonomes Fahren sind Technologien der Zukunft und hier gibt es noch riesiges Entwicklungspotenzial, ist BieM-Vorstand Helmut-Klaus Schimany überzeugt.

Smart City, Smart Region und E-Mobilität: Neue Rollen für Autos, Straßen und Busse

Autonomes Fahren, E-Mobilität, On-Demand-Verkehr und Multimodalität sind Schlagworte für die Wiener Linien. Das Angebot wird stetig ausgebaut, die neue Wien Mobil App wurde erst vor kurzem gelauncht und Kooperationen mit Partnern aus Industrie und Forschung vorangetrieben, erklärt Bianca Khalil, Abteilungsleiterin Produkt & Steuerung Wiener Linien.

Alexander Martinowsky, Vorsitzender der europäischen Mercedes-Händler, sah eine immer größere Verschiebung in Richtung Nutzen von Fahrzeugen. „Nicht jeder wird ein Elektroauto besitzen aber immer öfter werden sie unsere Mobilität unterstützen. Das richtige Fahrzeug zur richtigen Zeit, auf die Bedürfnisse des Nutzers zugeschnitten, ist die Zukunft. Und trotzdem bleibt es für viele wichtig, ein wertiges Auto zu besitzen.“

Auch die ASFINAG arbeitet verstärkt an E-Mobilitätslösungen um für die Zukunft gerüstet zu sein. Die Errichtung von Schnellladestationen sowie die Vernetzung von Verkehrsträgern und Engagement für autonomes Fahren in Form von Test Labs seien für die ASFINAG Prioritäten, sot Josef Fiala, Geschäftsführer ASFINAG Services.

„Transport- und Straßeninfrastruktur, Maintenance, Verkehrssicherheit und Personenmobilität sind wichtige Punkte für multimodale Verkehrssysteme und ein gesamtheitliches Mobilitätsökosystem der Zukunft“, bestätigt Arno Klamminger, Head of Center Mobility Systems AIT.

Abschließend erklärte Anton Ofner, Vizepräsident Wirtschaftskammer Wien, in seiner Keynote bei der Abendveranstaltung der vie-mobility und des Club Cuvée Sommerfests, dass Digitalisierung mittlerweile alle Lebensbereiche betrifft und besonders in Mittelstandsunternehmen und Ballungszentren einen Wandel der Struktur der Arbeitswelt und eine Flexibilisierung von Arbeitsmodellen mit Kostenersparnis, mehr Effizienz und intelligenteren Lösungen herbeiführen wird.

Weitere Informationen auf http://www.vie-mobility.at.

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