Parlamentarische Partnerschaft zwischen Österreich und Sambia wird weiter ausgebaut

Informationsaustausch über diverse Angebote der politischen Bildung im Hohen Haus

Wien (PK) - Die Entwicklung eines demokratiepolitischen Bildungsprogramms für Jugendliche stand im Mittelpunkt eines Arbeitsbesuchs einer Delegation aus Sambia im österreichischen Parlament. Vom 4. bis 8. Juni hielten sich vier MitarbeiterInnen der National Assembly of Zambia in Wien auf, um verschiedene Formate und Konzepte zur Demokratievermittlung kennenzulernen. Das Programm umfasste u.a. einen Besuch in der Demokratiewerkstatt, eine geführte Tour durch das Parlament mit einer Schulklasse sowie die Teilnahme an einem Workshop in der Berufsschule Mollardgasse. Die im Jahr 2017 begonnene Kooperation findet im Rahmen des "Parlamentarischen NordSüdDialags" statt, der auf diese Weise einen nachhaltigen Brückenschlag auf Augenhöhe zwischen Europa und dem Nachbarkontinent Afrika schlagen will.

Ambitioniertes Reformprogramm des Parlaments von Sambia  

Laut offiziellen Statistiken ist fast die Hälfte der 16 Millionen EinwohnerInnen von Sambia unter 15 Jahre alt ist. Die Erarbeitung eines gezielten Bildungsprogramms für Jugendliche wird daher als wichtiger Schritt zur Stärkung und Etablierung der Demokratie angesehen. Die sambische Volksvertretung hat in den letzten Jahren damit begonnen, das Parlament zu öffnen und u.a. ein Besucherzentrum gebaut. Da es aber noch keine strategische Implementierung von Aktivitäten mit jungen Menschen gibt, soll diese Lücke mit der Ausarbeitung eines Bildungsprogramms nun geschlossen werden. Die darin definierten Aktivitäten sollen nicht nur dazu beitragen, demokratische Grundlagen und parlamentarische Prozesse zu vermitteln, sondern vor allem auch das Interesse an politischer Partizipation wecken. Die SchülerInnen sollen sich als aktive AkteurIinnen im demokratischen System sehen. Weitere Projektanliegen sind die Verbesserung der Kommunikation mit den BürgerInnen sowie die generelle Modernisierung der parlamentarischen Arbeit durch die Entwicklung eines umfassenden IT-Konzepts.

Der "Parlamentarische NordSüdDialog" (PNSD) ist ein von der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) gefördertes Projekt und organisatorisch beim Wiener Institut für internationalen Dialog und Zusammenarbeit (VIDC) angesiedelt. Er begleitet seit dem Jahr 2006 langfristige Partnerschaften zwischen dem Österreichischen Parlament und einem Parlament im Südlichen Afrika. Nach 10-jähriger Zusammenarbeit mit Mosambik wurde 2017 eine neue Kooperation mit der Nationalversammlung von Sambia begonnen. (Schluss) red

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