NEOS begrüßen Wallners Vorstoß für Asylwerber in Ausbildung

Sepp Schellhorn: „Asylbewerber aus der Lehre heraus abzuschieben bedeutet, jene Integrationswilligen zu bestrafen, die arbeiten und auf eigenen Beinen stehen wollen.“

Wien (OTS) - Positiv überrascht reagiert NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn auf die heutige Aussage des Vorarlberger Landeshauptmanns Markus Wallner, wonach Asylwerber ihre Ausbildung in einem Mangelberuf in Österreich fertig machen dürfen sollen: „Es ist erfreulich, dass Wallner eine Forderung von NEOS aufgreift. Jetzt müssen sich auch endlich Kurz und Strache bewegen! Asylbewerber aus der Lehre heraus abzuschieben bedeutet, jene Integrationswilligen zu bestrafen, die arbeiten und ihren Beitrag für die Allgemeinheit leisten wollen. Die Unternehmen verlieren dadurch eine Arbeitskraft, deren Stelle aufgrund des Fachkräftemangels nur schwer nachbesetzt werden kann. Diese Situation ist unhaltbar und aus wirtschaftlicher Sicht ein Unsinn!“ In den letzten Monaten gab es immer wieder Fälle von Lehrlingen, die plötzlich abgeschoben wurden, während sie von der Wirtschaft aufgrund des akuten Fachkräftemangels händeringend gebraucht werden.

3+2 Regelung auch für Österreich

„Die schwarz-blaue Bundesregierung muss dem Beispiel des ÖVP-Landeshauptmanns folgen“, so Schellhorn, der für Österreich die 3+2 Regelung nach deutschem Vorbild fordert. Diese sieht vor, dass Asylwerber, die eine Ausbildung begonnen haben, auch dann die Ausbildung abschließen und eine zweijährige Anschlussbeschäftigung ausüben können, wenn deren Asylantrag abgelehnt wird. „Mit der 3+2 Regelung samt einer Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte können wir den herrschenden Fachkräftemangel bekämpfen und bieten denjenigen, die bereits da sind, die Chance zu arbeiten und einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen. Davon profitieren alle Beteiligten und die Allgemeineinheit. Und: Arbeit ist der beste Weg zur Integration“, zeigt Schellhorn auf. Mit einer Beschränkung für all jene, die bis zum 1.9.2017 gekommen sind, wird zudem dafür gesorgt, dass internationales Recht und das Ayslrecht nicht ad absurdum geführt werden. Die rechtsstaatlichen Asylverfahren sind immerhin jedenfalls zu respektieren.

NEOS Vorarlberg nehmen Wallner beim Wort

Bis die Bundesregierung endlich aktiv wird, nehmen NEOS Vorarlberg Wallner beim Wort und werden einen entsprechenden Antrag im Landtag einbringen. „Jetzt wollen wir wissen, ob Wallner auch zu seinem Wort steht und Taten folgen. Lange Sonntagsreden kann jeder schwingen. Darum bringen wir direkt einen Antrag im Vorarlberger Landtag ein und freuen uns auf dementsprechende Unterstützung unseres Landeshauptmannes“, so die Landessprecherin von NEOS Vorarlberg, Sabine Scheffknecht.​

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