Reimon: Kurz sollte Mittagessen mit US-Botschafter Grenell absagen

Treffen schadet Österreichs Reputation in der EU-Ratspräsidentschaft

Brüssel (OTS) - Gestern wurde bestätigt, dass sich Bundeskanzler Sebastian Kurz nächste Woche zum Mittagessen mit dem US-Botschafter von Deutschland Richard Grenell treffen werde. Das schadet Österreichs Rolle und Reputation in der Ratspräsidentschaft, schon bevor diese beginnt. Botschafter Grenell hatte zuvor in einem Interview mit einem extrem rechten Medium Sebastian Kurzs Politik gelobt, ihn als Rockstar bezeichnet und geäußert, dass er für ihn und andere Konservative vom rechten Rand in Europa intervenieren will.

Michel Reimon, Co-Delegationsleiter der Grünen im Europaparlament, sagt: ”Bundeskanzler Kurz hat eine Vorliebe für autoritäre Führungspersönlichkeiten. Das Treffen ist ein Affront gegenüber Deutschland und wirft ein schlechtes Licht auf Österreich vor der EU-Ratspräsidentschaft. Bundeskanzler Kurz sollte sich lieber mit den europäischen Regierungschef*innen treffen und die Inhalte der österreichischen Präsidentschaft abstimmen. In den anderen Mitgliedsstaaten wächst die Unruhe, weil in vielen Bereichen nichts vorbereitet wurde. Stichwort Steuerfluch, da gibt es keine Schritte der österreichischen Regierung. Darum sollte sich Bundeskanzler Kurz kümmern, statt sich mit der Trump-Truppe zu verhabern.”

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Pressesprecherin von Michel Reimon
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