Lercher: Bauernbund sieht sich offenbar als Interessensvertretung des Fürstenhauses Liechtenstein

SPÖ-Konzept stärkt kleinbäuerliche Struktur – ÖVP lässt kleine Landwirte im Regen stehen

Wien (OTS) - „Mit Verwunderung nehme ich zur Kenntnis, dass sich der österreichische Bauernbund offenbar inzwischen als Interessensvertretung des Fürstenhauses Liechtensteins versteht“, erklärt SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher. „Es ist für mich völlig unverständlich, warum sich der österreichische Bauernbund schützend vor Großagrarier und Adelige, wie das Fürstentum Liechtenstein (1,14 Millionen Euro Agrarförderungen laut Transparenzdatenbank 2016)  - den Hauptprofiteuren des bisherigen EU-Agrarbudgets - stellt. Die SPÖ hat demgegenüber ein faires Konzept vorgestellt, mit dem wir von den Großbauern nehmen und dieses Geld für Außengrenzschutz, Hilfe vor Ort und die kleinbäuerliche Landwirtschaft verwenden. Die SPÖ will 90 Milliarden Euro aus dem EU-Agrarbudget einsparen, weil die Förderung von Großbetrieben wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen ist und unsere kleinbäuerliche Struktur massiv bedroht. Die Antwort des Bauernbundes auf das Bauernsterben ist hingegen offenbar die Forderung, weiterhin Milliarden an Steuergeldern an superreiche Agrarindustrielle zu verteilen. Dieses Geld kommt ausschließlich Großagrariern zu Gute, die meist viele hundert Hektar Land zur Verfügung haben“, erläutert Lercher heute, Dienstag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. **** 

„Es ist aus unserer Sicht völlig unverständlich, warum der Forstbesitzer mehr gefördert werden soll als der Forstarbeiter. Deshalb fordern wir eine faire Neuverteilung des EU-Agrarbudgets. Keine Agrarbeihilfen über 25.000 Euro und als Bonus für Kleinbauern je 100 Euro für die ersten 20 Hektar, um unsere kleinräumige Landwirtschaft zu stärken“, argumentiert Lercher. „Mit dem übrigen Geld stärken wir den EU-Außengrenzschutz und sorgen hier für zumindest 25.000 Grenzschützer, statt der von der EU-Kommission vorgesehenen 10.000, und investieren in die Hilfe vor Ort, um Fluchtursachen zu bekämpfen. Diese Forderungen sind vernünftig, ausgewogen und fair. Ich erwarte mir, dass sich Minister Blümel, wie er es in Brüssel angekündigt hat, für unsere Maßnahmen einsetzt und sich gegen die Lobbyisten der Großagrarier im Bauernbund durchsetzt“, schließt Lercher. (Schluss) mr/

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