Rote Jugendorganisationen kritisieren Binnen-I-Ablenkungsmanöver der FPÖ

FPÖ will nicht über die Fusionierung der Krankenkassen sprechen

Wien (OTS) - „Die FPÖ plant bei den Krankenkassen massive Verschlechterungen im Gesundheitssystem. Einmal mehr wird deutlich, dass die FPÖ eine Arbeiter-Verräter-Partei ist. Deshalb braucht sie schnell eine neue Ablenkung - diesmal muss das Binnen-I her halten“ so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich. „Bei der schwarz-blauen Fusion der Krankenkassen werden Gewerkschaften aus Kontrollgremien gedrängt und unsere Versicherungsbeiträge in die Hände von Unternehmensvertretern gelegt, Leistungen sollen gekürzt und die AUVA zerschlagen werden. Darüber möchte die FPÖ nicht sprechen müssen, deshalb versucht sie hier mit dem Binnen-I eine emotionale Debatte auszulösen, die ablenkt.“

„Schwarz-Blau fordert, dass die AUVA 500 Millionen in der Verwaltung einspart. Das sind aber fast 40 Prozent ihres Budgets. Ohne die Schließung von Einrichtungen wird das nicht gehen,“ so Claudia O’Brien, Vorsitzende der Jungen Generation in der SPÖ. „Mehr Geld einsparen will Schwarz-Blau mit der „Harmonisierung von Leistungen“. Gemeint ist eine Angleichung nach unten und eine Verschlechterung der Gesundheitsversorgung. Viele WählerInnen der FPÖ werden davon betroffen sein. Jetzt eine Binnen-I-Debatte vom Zaun zu brechen, um von diesem Thema abzulenken, ist schäbig.“

„Dass ein so wichtiges Thema von der FPÖ als Ablenkung missbraucht wird, ist bezeichnend“, sagt Katharina Embacher, Bundesvorsitzende des Verbandes Sozialistischer Student_innen Österreichs. „Den Platz der Frau sieht die FPÖ zuhause am Herd und bei den Kindern. Es passt daher zu ihrer Ideologie, sie aus dem öffentlichen Sprachgebrauch verdrängen zu wollen. Der gewählte Zeitpunkt macht aber klar, dass die FPÖ das Thema auch nutzen möchte, um die mediale Aufmerksamkeit abzulenken.“

„Sprache erzeugt Bilder im Kopf. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Frauen nicht mitgedacht werden, wenn sie bei der generischen Männlichkeitsform angeblich mitgemeint sind“, kritisiert Jasmin Chalendi, Bundesvorsitzende der Aktion kritischer Schüler_innen. „Schon als Kinder müssen Mädchen lernen, dass sie nicht nur mitgemeint sind, sondern einen fairen Platz in unserer Gesellschaft verdient haben und das beginnt bei der Sprache. Es ist daher essentiell, dass dieses Bewusstsein bereits im Kindergarten und der Schule gefestigt wird“, so Chalendi abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Sozialistische Jugend Österreich
Radovan Baloun
SJ-Pressesprecher
+43 664 / 541 70 80
office@sjoe.at
www.sjoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SJO0002