Berittene Polizei: Kosten explodieren, tägliche Tiertransporte geplant

Der VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN (VGT) kritisiert erneut die Pläne von Innenminister Kickl, eine berittene Polizei für Wien anzuschaffen.

Das Innenministerium mag die Aufdeckung des KURIER zwar dementieren, doch selbst wenn nur ein Bruchteil der Angaben stimmt, ist dies ein Skandal. Eine berittene Polizei ist aus Tierschutzsicht generell abzulehnen, eine erneute Erhöhung der Kosten und weite Transporte für die Tiere nicht tragbar. Inzwischen haben sich fast alle beteiligten Gruppen (Polizei, Polizeigewerkschaft, Wiener Politiker_innen) gegen Polizeipferde ausgesprochen. Im Sommer sind wieder vermehrt Aktionen des VGT gegen Pferde in der Stadt geplant. Der VGT sammelt auch weiter Unterschriften gegen die berittene Polizei, um aufzuzeigen, dass auch die Bürger_innen gegen diese tierquälerische Idee eingestellt sind.
VGT-Tierschutzreferentin Ines Haider

Wien (OTS) - Die Pläne, eine berittene Polizei in Wien zu implementieren, waren bereits von Anfang an völlig absurd. Wie nun vom KURIER aufgedeckt wurde, sieht die Realität aber noch viel schlimmer aus. Inzwischen werden Kosten von über 900.000 Euro erwartet. Das BMI dementiert dies zwar inzwischen in einer Aussendung, lieferte selbst in der Vergangenheit aber nur völlig unrealistische Zahlen über die geplanten Kosten. Versuche des VGT, mit dem Innenministerium bezüglich der Polizeipferde Kontakt aufzunehmen, blieben bisher erfolglos.

Tiertransporte geplant

Laut KURIER konnte noch kein passender Standort für die Tiere in Wien gefunden werden, weshalb eine Einstallung in Korneuburg angedacht sein soll. Die Pferde müssten also für jeden Einsatz fast 50 km weit nach Wien und zurück gebracht werden. Diese Tiertransporte wären nicht nur eine Qual für die Tiere, sondern auch noch sehr gefährlich und aus Tierschutzsicht klar abzulehnen. Unfälle mit Pferdetransportern passieren schließlich immer wieder. Alternativen innerhalb von Wien würden laut dem Bericht gesucht. Ob es bei den Stallungen zumindest Weiden für die Pferde geben soll, ist fraglich. Der Einsatz für die Polizei kann jedenfalls nicht als ausreichender Auslauf für die Tiere und als Ersatz für freie Bewegungsmöglichkeit auf einer Koppel gewertet werden.

VGT-Tierschutzreferentin Ines Haider: „Das Innenministerium mag die Aufdeckung des KURIER zwar dementieren, doch selbst wenn nur ein Bruchteil der Angaben stimmt, ist dies ein Skandal. Eine berittene Polizei ist aus Tierschutzsicht generell abzulehnen, eine erneute Erhöhung der Kosten und weite Transporte für die Tiere nicht tragbar. Inzwischen haben sich fast alle beteiligten Gruppen (Polizei, Polizeigewerkschaft, Wiener Politiker_innen) gegen Polizeipferde ausgesprochen. Im Sommer sind wieder vermehrt Aktionen des VGT gegen Pferde in der Stadt geplant. Der VGT sammelt auch weiter Unterschriften gegen die berittene Polizei, um aufzuzeigen, dass auch die Bürger_innen gegen diese tierquälerische Idee eingestellt sind.Zur Petition.

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VGT - Verein gegen Tierfabriken
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