Lercher: „Abgrenzung sieht anders aus: FPÖ publiziert und inseriert auch weiterhin emsig in rechtsextremer ‚Aula‘“

Strache muss endlich für saubere Verhältnisse sorgen, statt Lippenbekenntnisse abzusondern – FPÖ-Kurzmann verfasst für aktuelle „Aula“-Ausgabe vier Seiten

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher betont, dass die Strache-FPÖ und die rechtsextreme und antisemitische Zeitung ‚Aula‘ auch weiterhin „ziemlich beste Freunde“ sind. „Strache hat ja zuletzt kaum eine Gelegenheit ausgelassen, treuherzig zu versichern, dass die FPÖ und die ‚Aula‘ nichts miteinander zu tun haben. Und erst vor kurzem hat Strache versichert, dass sich die FPÖ von diesem unsäglichen rassistischen Machwerk abgrenzt. Doch auch hier betätigt sich Strache einmal mehr als blauer Pinocchio, der lügt, dass sich die Balken biegen. Denn von Abgrenzung oder Distanzierung kann keine Rede sein, wie ein Blick in die aktuelle Ausgabe der ‚Aula‘ zeigt. Ganze vier Seiten füllt allein der steirische FPÖ-Politiker und Dritte Landtagspräsident Kurzmann mit kruden Auslassungen zur ‚sprachlichen Illoyalität der deutschen Eliten‘. In der gleichen Ausgabe wird zudem Österreichs Song-Contest-Teilnehmer Cesar Sampson als ‚Quotenmohr‘ beschimpft. Und zur Krönung des Ganzen findet sich laut Medienberichten in dieser Ausgabe auch noch ein Strache-Werbesujet. All das zeigt deutlich: Das rassistische und antisemitische Blatt, das fünf Freiheitlichen Akademiker-Verbänden gehört, wird von der FPÖ auch weiterhin durch Textbeiträge und Inseratengelder voll unterstützt und am Leben gehalten. Ich erwarte von Strache, dass er endlich zu seinem Wort steht, Konsequenzen zieht und für saubere Verhältnisse sorgt“, fordert Lercher heute, Donnerstag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer betont weiters: „Die ‚Aula‘ ist immer wieder durch üble rassistische und antisemitische Artikel negativ aufgefallen. Besonders abstoßend war beispielsweise die Diffamierung von befreiten KZ-Häftlingen, die von der ‚Aula‘ als ‚Landplage‘ und ‚Kriminelle‘ beschimpft wurden. Daher ist für mich klar: Wer so wie der steirische FPÖ-Politiker Kurzmann mit einem hetzerischen und rassistischen Blatt wie der ‚Aula‘ kooperiert, hat in der Politik nichts verloren. Strache muss sich möglichst rasch von solchen Leuten trennen und sie umgehend aus der Partei ausschließen, sollte er tatsächlich an sauberen Verhältnissen Interesse haben“, sagt Lercher. (Schluss) mb/mr

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