Jugendparlament: Vorarlberger und Wiener Schülerinnen und Schüler als Abgeordnete

Hofburg erstmals Tagungsort des Jugendparlaments

Wien (PK) - Österreich und Malta sind die einzigen beiden Staaten in Europa, in denen das Wahlalter auf 16 Jahre gesenkt worden ist. Österreich hat diesen Schritt bereits 2007 vollzogen und gesetzliche Grundlagen für Wählen ab 16 geschaffen, 2018 folgte Malta und schickt seine Jugendlichen an die Urnen.

Um die Jugendlichen als angehende WählerInnen mit einem Signal aus dem Parlament auf ihr Wahlrecht ab 16 aufmerksam zu machen, lädt Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka am 25. Mai 2018 Schulklassen der 9. Schulstufe aus den Bundesländern Vorarlberg und Wien zum Jugendparlament 05/18 nach Wien in das Parlament ein. Tagungsort wird damit nach der Übersiedlung des Parlaments in die Hofburg erstmals der Große Redoutensaal sein.

Debattenthema Umweltbewusstsein im Schulalltag

90 Schülerinnen und Schüler aus den beiden Bundesländern übernehmen für einen Tag die Rolle von Abgeordneten zum Nationalrat und erleben persönlich am Ort der österreichischen Gesetzgebung, wie Politik funktioniert. Zur Teilnahme beim Jugendparlament konnten sich Schulklassen der 9. Schulstufe bewerben. Beim 19. Jugendparlament werden die TeilnehmerInnen über das Thema "Umweltbewusste Schule" diskutieren: Aufbauend auf dem (fiktiven) Gesetzesvorschlag beschäftigen sich die Jugendlichen mit diesem breiten Themenfeld. Dabei werden sie in vier verschiedenen Klubs eigene Positionen zum Gesetzesvorschlag erarbeiten und ausprobieren, wie oder inwieweit sie eigene Vorstellungen einfließen lassen können.

In anschließenden Ausschussberatungen versuchen die Klubs, eine Mehrheit bzw. einen Kompromiss zu finden, denen die SchülerInnen dann als Abgeordnete in der Plenarsitzung im Sitzungssaal des Nationalrates am Nachmittag zustimmen können. Den SchülerInnen stehen während des ganzen Tages Abgeordnete der Parlamentsparteien sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Parlamentsdirektion mit Tipps aus der Praxis zur Seite. Immerhin gilt es, im Rahmen des Jugendparlaments noch Reden für das Nationalratsplenum vorzubereiten, und vielleicht wollen interessierte JournalistInnen auch noch wissen, was für SchülerInnen an Umweltbewusstsein wichtig ist. Inhaltliches zu erklären und zu begründen, zählt auch zum Tagesgeschäft von Abgeordneten.

Ein zentraler Punkt des Jugendparlaments ist das Einnehmen der Rolle von Abgeordneten durch die Jugendlichen selbst; so lernen sie persönlich die parlamentarischen Prozesse bei demokratischen Entscheidungen kennen und verstehen. Darüber hinaus erhalten sie ein reales Bild von dem, was alles auf dem Weg zu einem beschlossenen Gesetz passiert. Und sie lernen - wie in der Realität -, dass der Weg zu einem Ergebnis meistens über Kompromisse führt.

Die Plenardebatte im Redoutensaal wird per Livestream am 25. Mai 2018 in der Zeit von 15:00 bis ca. 16:10 Uhr übertragen und steht unter http://www.ots.at/parlamentstream zur Verfügung. Vorbereitungsmaterialien zum Jugendparlament gibt es für die Verwendung im Unterricht und für ein interessiertes Fachpublikum kostenlos auf der Jugendparlaments-Webseite www.reininsparlament.at zum Download. (Schluss)

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