Deloitte Studie: Unternehmen verlieren Vertrauen der Millennials

Wien (OTS) - Unternehmen können mit ihrem sozialen Engagement nicht ausreichend überzeugen. Das zeigt eine aktuelle Deloitte Studie. Die Idealvorstellungen der Millennials decken sich nicht mit den wahrgenommenen Unternehmenszielen. Parallel dazu steigt die Bereitschaft zum Jobwechsel. Das Modell der Gig Economy, also freie Auftragsarbeit, stellt für viele eine ernstzunehmende Alternative dar. Die Digitalisierung sorgt aber weiterhin für Unsicherheit. Seitens der Unternehmen mangelt es hier an Unterstützung für die jungen Mitarbeiter.

Im Zuge einer weltweiten Befragung hat das Beratungsunternehmen Deloitte die aktuelle Stimmungslage unter Millennials und der Generation Z erhoben. Das Ergebnis des großangelegten Studie: Die meisten Unternehmen werden den Ansprüchen der jungen Befragten auf mehreren Ebenen nicht gerecht.

Vertrauen in Unternehmenskultur sinkt

Laut einer aktuellen Trendanalyse von Deloitte wird es für Unternehmen immer wichtiger, ihre soziale Verantwortung ernst zu nehmen. Die Millennials zeigen sich in diesem Punkt aber zunehmend skeptisch. Während 2017 noch 65 % vom ethischen Handeln der Unternehmen überzeugt waren, sind es aktuell nur mehr 48 %. Lediglich 47 % sind außerdem der Meinung, dass Unternehmen einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten.

„Millennials erwarten sich von den Unternehmen, dass soziale Themen eine zentrale Rolle einnehmen. Beim eigenen Arbeitgeber steht aber laut den meisten Befragten die Gewinnmaximierung an erster Stelle“, analysiert Elisa Aichinger, Senior Managerin bei Deloitte Österreich.

Arbeitgeber müssen langfristiger überzeugen

Das zunehmende Misstrauen der Millennials wirkt sich auch auf deren Jobzufriedenheit aus. Insgesamt geben nur 28 % an, über fünf Jahre bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber bleiben zu wollen. 43 % der Befragten wollen ihren Job bereits in den nächsten zwei Jahren wechseln.

„Die Umfrage zeigt: Die meisten Unternehmen können ihre Angestellten nicht langfristig überzeugen. Bezahlung und Karrierechancen sind zwar wichtige Kriterien bei der Jobwahl. Um Mitarbeiter aber dann auch halten zu können, müssen Unternehmen verstärkt auf Diversität von Teams und mehr Flexibilität setzen“, betont Aichinger.

Gig Economy macht Unternehmen Konkurrenz

Selbstbestimmtes Arbeiten gewinnt bei jungen Arbeitnehmern zunehmend an Bedeutung. Von jenen Millennials, die ihren Job in den nächsten zwei Jahren wechseln möchten, sehen 78 % im Konzept der Gig Economy eine attraktive zusätzliche Einnahmequelle neben einer Vollzeitanstellung. 43 % können sich vorstellen, sich vollständig auf das neue Arbeitsmodell einzulassen. Als Hauptargument nennen fast zwei Drittel den finanziellen Anreiz. Flexiblere Arbeitszeiten sind ebenfalls ein häufig genannter Grund.

„In Zeiten des Fachkräftemangels ist das Studienergebnis ein Alarmzeichen für die Unternehmen. Es besteht die Gefahr, viele Talente an die Gig Economy zu verlieren, wenn Unternehmen nicht beginnen, sich diese bewusst zu Nutze zu machen. Den Wünschen der Mitarbeiter nach mehr Flexibilität sollte daher unbedingt nachgekommen werden“, erklärt Anna Nowshad, Senior Managerin bei Deloitte Österreich.

Fehlende Unterstützung im digitalen Wandel

70 % der Millennials rechnen mit großen Veränderungen aufgrund des digitalen Wandels. Das führt bei vielen zu Verunsicherung. 17 % fürchten, dass ihre Jobs durch neue Technologien ersetzt werden könnten. Lediglich 36 % fühlen sich auf künftige Entwicklungen gut vorbereitet.

„82 % wünschen sich On-The-Job-Trainings, um sich in der digitalisierten Welt zurecht zu finden. Der Großteil der befragten Millennials gibt jedoch an, von ihrem Arbeitgeber keine Unterstützung zu erhalten. Um die Mitarbeiter zukunftsfit zu machen, müssen jetzt dringend entsprechende Angebote geschaffen werden“, so Anna Nowshad.

Über die Studie

Für die siebte Ausgabe des Deloitte Millennial Survey wurden 10.455 Personen aus insgesamt 36 Ländern befragt, die zwischen 1983 und 1994 geboren sind. Auch die Generation Z war mit 1.844 Umfrageteilnehmern aus sechs Ländern vertreten. Dazu zählen Personen mit Geburtsjahr zwischen 1995 bis 1999.

Zum Download:

Deloitte Millennial Survey 2018 

Infografik Deloitte Millennial Survey 2018 

Foto Elisa Aichinger Credits Deloitte 

Foto Anna Nowshad Credits Deloitte 

Deloitte Österreich
ist der führende Anbieter von Professional Services. Mit 1.350 Mitarbeitern an zehn Standorten betreut Deloitte Unternehmen und Institutionen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting, Financial Advisory und Risk Advisory. Kunden profitieren von der exzellenten Betreuung durch Top-Experten sowie tiefgehenden Branchen-Insights der Industry Lines. Durch die ständige Kooperation mit Jank Weiler Operenyi, der österreichischen Rechtsanwaltskanzlei im internationalen Deloitte Legal-Netzwerk, werden auch sämtliche rechtliche Aspekte abgedeckt. Deloitte versteht sich als smarter Impulsgeber für den Wirtschaftsstandort Österreich und bündelt seine breite Expertise, um aktiv an dessen Stärkung mitzuwirken. Als Arbeitgeber entwickelt sich Deloitte permanent weiter mit dem Anspruch, "Best place to work" zu sein.

Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited, eine "UK private company limited by guarantee" („DTTL“), deren Netzwerk von Mitgliedsunternehmen und deren verbundenen Unternehmen. DTTL und jedes ihrer Mitgliedsunternehmen sind rechtlich selbstständige und unabhängige Unternehmen. DTTL (auch "Deloitte Global" genannt) erbringt keine Dienstleistungen für Kunden. Unter www.deloitte.com/about finden Sie eine detaillierte Beschreibung von DTTL und ihrer Mitgliedsunternehmen.

Rückfragen & Kontakt:

Deloitte Österreich
Mag. Armin Nowshad
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
+43 1 537 00 8556
arnowshad@deloitte.at
www.deloitte.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DEL0002