NEOS: Mahrer muss Reformen bei Wirtschaftskammer jetzt angehen

Sepp Schellhorn: "Es wird sich zeigen, für wen Mahrer in der WKO seine Stimme erhebt - für den aufgeblähten Apparat oder für die Unternehmerinnen und Unternehmer Österreichs"

Wien (OTS) - Mit der heutigen Wahl von Harald Mahrer zum neuen WKO-Präsidenten geht nach 18 Jahren die Ära von Christoph Leitl zu Ende. „Ich bin gespannt und hoffe sehr, dass nun mit Mahrer ein zukunftsorientiertes Umdenken in der Wirtschaftskammer einkehrt und er die WKO endlich ins 21. Jahrhundert holt. Auch ihm muss klar sein, dass die Jahre der dahingehenden Blockaden schleunigst ein Ende finden müssen,“ reagiert NEOS-Wirtschaftssprecher Sepp Schellhorn auf den Wechsel. Immerhin sei die Liste an dringend notwendigen Reformen überaus lang. „Die Wirtschaftskammer wird sich die Frage stellen müssen, wie lange sie den Unternehmerinnen und Unternehmern noch 41 Vizepräsidenten und neun unterschiedliche Länderkammern sowie unzählige untergelagerte Vereine zumuten und diese rechtfertigen will“, so Schellhorn, der in diesem Zusammenhang erneut die Forderung nach einer Umgestaltung der WKO in eine serviceorientierte Interessenvertretung für Unternehmer_innen betont.

Zwangsmitgliedschaft und Kammerumlage 2 abschaffen

„Die Zwangsmitgliedschaft gehört ebenso wie die Kammerumlage 2 - ein seit mehr als 38 Jahren bestehendes Provisorium zur Überbrückung für in Not geratene Unternehmen - endlich abgeschafft. Wer die Unternehmerinnen und Unternehmen tatsächlich entlasten will, muss die Lohnnebenkosten senken und nicht die Kammer immer weiter aufblähen“, fordert Schellhorn. Wenn die Wirtschaftskammer sich selbst als Reformmotor bezeichne, dürfe das kein schlechter Scherz bleiben, sondern müsse Realität werden. „Österreichs Unternehmerinnen und Unternehmer haben eine echte Interessenvertretung verdient - nicht die gebetsmühlenartige Wiederholung von Scheinreformen,“ so der NEOS-Wirtschaftssprecher. Die WKO müsse sich dem Gedanken einer Serviceorganisation widmen, dann würde diese Qualität über eine freiwillige Dienstleistungsorganisation entscheiden.

Es braucht Umgestaltung der WKO

Schellhorn betont zugleich auch die Bedeutung eines Umdenkens im Bereich der Digitalisierung: „Hier darf es nicht nur bei einem Schlagwort von Harald Mahrer bleiben. Digitalisierung erfordert liberale Prinzipien. So sind die Arbeitszeitflexibilisierung und die Schaffung einer echten digitalen Infrastruktur zentrale Voraussetzungen für einen zukunftsfitten Wirtschaftsstandort Österreich.“ Das gelte auch für die Wirtschaftskammer: Länderkammern, Finanzen und Dienstleistungen müssen gebündelt und auch der digitale Austausch von Formularen ermöglicht werden. „Es bleibt allerdings zu befürchten, dass jeglicher - seitens Mahrer womöglich tatsächlich bestehender - Reformwille in den bürokratischen Mühlen der ÖVP-Bünde und Vorfeldorganisationen zermahlen wird“, zeigt Schellhorn auf. „Es wird sich zeigen, für wen Mahrer in der WKO seine Stimme erhebt – für den aufgeblähten Apparat oder für die Unternehmerinnen und Unternehmer Österreichs, die Arbeitsplätze schaffen und täglich die Verantwortung zur Erhaltung dieser tragen. Es braucht endlich eine echte Interessenvertretung - ob Mahrer hierfür Mut hat und sich nicht zurückpfeifen lässt, bleibt zu hoffen.“

Rückfragen & Kontakt:

Parlamentsklub der NEOS
01 40110-9093
presse@neos.eu
http://neos.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEK0001