„Orientierung“ über die Rolle nationalistischer Pfarrer vor der Wahl in Katalonien

Am 20. Mai um 12.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert „Orientierung“ am Sonntag, dem 20. Mai 2018, um 12.30 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:

Heim in die Heimat: Alois Schwarz wird neuer Bischof von St. Pölten In den vergangenen Monaten war er bereits „hoch gehandelt“ worden, am Donnerstagmittag kam nun die Bestätigung aus dem Vatikan: Alois Schwarz, römisch-katholischer Bischof der Diözese Gurk-Klagenfurt, wird neuer Bischof der Diözese St. Pölten. Er tritt damit die Nachfolge von Klaus Küng an, der bereits vor rund zweieinhalb Jahren – mit 75 – sein Rücktrittsgesuch eingereicht hatte. Der 65-jährige Alois Schwarz, geboren im südlichen Niederösterreich, wurde 1996 zum Weihbischof in der Erzdiözese Wien ernannt, 2001 wurde er Bischof von Gurk-Klagenfurt. Er gilt als Vermittler zwischen Konservativen und Reformern, Fürsprecher einer „breiten Volkskirche“, ökumenisch aufgeschlossen und um einen fruchtbaren Dialog mit anderen Religionsgemeinschaften bemüht. Auch im breiten Feld „Ethik und Wirtschaft“ ist Alois Schwarz engagiert. Bericht: Benedikt Fuchs

Abschied aus Kärnten: Reaktionen auf Weggang des Oberhirten
Rund 17 Jahre lang war Alois Schwarz Bischof der Diözese Gurk-Klagenfurt. Er war damit auch „Oberhirte“ von mehr als 400.000 Katholikinnen und Katholiken in Kärnten. In seinen Zuständigkeitsbereich fielen mehr als 330 Pfarren. Wie reagiert man nun in der Diözese Gurk-Klagenfurt auf den Weggang des Bischofs? Eine Frage, der ein „Orientierung“-Team nach dem Bekanntwerden der Entscheidung des Vatikans nachgegangen ist. Bericht: Birgit Rumpf-Pukelsheim.

„Schmerz und Scham“: Chilenische Bischöfe im Vatikan
Wer trägt die Verantwortung für die Vertuschung von Missbrauchsskandalen innerhalb der katholischen Kirche Chiles? Darauf will Papst Franziskus eine Antwort finden. Noch bei seiner Chile-Reise zu Beginn des Jahres hat er einen chilenischen Bischof – der einen Priester, dem Missbrauch vorgeworfen wird, gedeckt haben soll – in Schutz genommen. Anschließend für diese Fehleinschätzung aber öffentlich um Vergebung gebeten. Schritt für Schritt sollen die Übergriffe in Chile nun endlich geklärt werden: Nachdem ein päpstlicher Sondergesandter einen 2.300 Seiten starken Bericht über die zahlreichen Missbrauchsfälle verfasst hatte, lud der Papst vor zwei Wochen drei Missbrauchsopfer in den Vatikan. Diese Woche waren etwa 30 chilenische Bischöfe bei Papst Franziskus. „Unser Haltung“, so formulierte es einer der Bischöfe zu Beginn des Treffens, „besteht vor allem aus Schmerz und Scham.“ Es ist das erste Mal, dass die gesamte Bischofskonferenz eines Landes einbestellt wird, um Missbrauchsskandale in den Reihen der katholischen Kirche aufzuarbeiten. Bericht: Katharina Wagner.

Irland stimmt ab: Aus für strenges Abtreibungsverbot?
Am Freitag kommender Woche, dem 25. Mai, werden Irinnen und Iren in einem Referendum entscheiden, ob sie für die Aufhebung eines Verfassungsartikels aus dem Jahr 1983 sind. In diesem Gesetzestext wird das Recht auf Leben einer schwangeren Frau mit dem Recht auf Leben eines Fötus gleichstellt. Nach irischem Recht kann Abtreibung mit bis zu 14 Jahren Gefängnis bestraft werden. Selbst Mädchen, die vergewaltigt worden sind, oder Frauen, die einen Embryo mit schwerer körperlicher Schädigung in sich tragen, sind quasi gezwungen, das Kind auszutragen. Deshalb reisen täglich Frauen, die eine Schwangerschaft vorzeitig beenden wollen, nach England oder Schottland, wo ein Schwangerschaftsabbruch straffrei möglich ist. Gegner der Verfassungsänderung, Befürworter der so genannten Pro-Life-Kampagne, haben jetzt in Dublin Schockbilder plakatiert. Sie sehen das Recht auf Leben in Gefahr. Nach jüngsten Umfragen möchte eine Mehrheit der Iren einer Änderung der Verfassung zustimmen, mehr als 30 Prozent sind dagegen. Welche Rolle die eher schweigsame katholische Kirche dabei spielt, dem ist ein „Orientierung“-Team in Dublin nachgegangen. Bericht: Detlef Urban.

400 Jahre Dreißigjähriger Krieg: Jahrzehnte religiöser Konflikte Mit dem Prager Fenstersturz im Mai 1618 begann eine Zeit religiöser Wirrungen, Europa wurde zum Schlachtfeld. Heerscharen von Landsknechten zogen jahrzehntelang durch „teutsche Lande“ – raubten, plünderten und befehdeten einander. Ganze Landstriche wurden verwüstet und entvölkert. Der Hintergrund: Sowohl dem katholischen Habsburger-Kaiser als auch den Fürsten ging es um mehr Macht und Einfluss. Kaum einer fühlte sich noch an die im „Augsburger Religionsfrieden“ (1555) eingegangene Verpflichtung eines geordneten religiösen Miteinanders zwischen Katholiken und den Kirchen der Reformation gebunden. So entzündete sich im Dreißigjährigen Krieg auch das „aufgehäufte konfessionelle Konfliktpotenzial“ zwischen Katholiken und Protestanten. Auf dem Gebiet der Habsburgermonarchie kam es nach der Verpfändung des mehrheitlich protestantischen Oberösterreich an das katholische Bayern zum Aufstand. Nach 30 Jahren Krieg wurde – 1648 – in Münster und Osnabrück der „Westfälische Frieden“ geschlossen. Die „Orientierung“ hat sich auf Spurensuche begeben und u. a. mit den Historikern Thomas Winkelbauer und Christian Ortner gesprochen. Bericht: Klaus Ther.

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