Zwei ORF-„FeierAbende“ zu Pfingsten: „Am Grund des Ozeans“ und „Angelika Kirchschlager – Die siebente Gabe“

Am 20. und 21. Mai, um 19.52 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Zu Pfingsten stehen gleich zwei berührende „FeierAbend“-Dokumentationen jeweils um 19.52 Uhr in ORF 2 auf dem Programm. Am 20. Mai geht es um einen ehemaligen Lebemann und Hotelketten-Erben, der nach vielen dramatischen Ereignissen den Weg zum Glauben gefunden hat. Am 21. Mai steht Angelika Kirchschlager und ihre besondere Begabung – die „Gabe ist und von irgendwem kommen muss“ – im Mittelpunkt.

Sonntag, 20. Mai, 19.52 Uhr, ORF 2: „Am Grund des Ozeans“

Er war einer, der immer glänzte: Bodo Janssen, Sohn eines erfolgreichen Hotelkettenbesitzers in Deutschland, Lebemensch, Partytiger. Doch plötzlich änderte sich alles: 1998 wurde er von einem „Freund“ in die Falle gelockt und entführt. Immer wieder wurde er mit dem Erschießen bedroht – von der Familie hatten die Entführer 10 Millionen Mark Lösegeld gefordert. Erst Tage später konnte Bodo Janssen in einer dramatischen Aktion befreit werden. Aus Dankbarkeit ließ er sich damals taufen.
Als sein Vater bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, musste Bodo Janssen 2010 vollkommen unvorbereitet das Familienunternehmen übernehmen. Von Führung hatte er keine Ahnung – das ließen ihn auch seine Mitarbeitenden wissen uns spüren. Auf der Suche nach Unterstützung besuchte Bodo Janssen ein Führungskräfte-Seminar, das der Benediktiner Anselm Grün leitete. Im Kloster hat Bodo Janssen gelernt, dass man zuerst an sich selbst arbeiten muss, bevor man andere führen kann. Die 1.500 Jahre alte benediktinische Ordensregel wurde für Bodo Janssen zur Grundlage für menschenwürdiges Management im 21. Jahrhundert.
Regelmäßig besucht Bodo Janssen seither das Kloster Münsterschwarzach. Die Stille des Klosters, die Meditation und die kirchlichen Rituale berührten ihn zutiefst und halfen ihm nicht zuletzt auch seine Traumata zu bearbeiten. Aus den Grundthesen von Anselm Grün entwickelte Bodo Janssen seinen ganz speziellen Weg der Mitarbeiterführung.
Heute sind Anselm Grün und Bodo Janssen gute Freunde – und Bodo Janssen ist ein beliebter Chef bei seinen Mitarbeitenden: „Ja das ist der große Bogen, das ist der Weg, vom Glänzen zum Leuchten. Das Glänzen ist das, was an der Oberfläche geschieht, und das Leuchten ist das, was von innen rauskommt. Und ich glaube, dass das Glänzen etwas ist, was vergänglich ist, was ich mit zunehmendem Alter immer stärker aufpolieren muss. Während das Leuchten glaub ich, im Alter noch stärker wird. Weil die Haut dünner wird.“, sagt Bodo Janssen. „Stark in stürmischen Zeiten“ heißt das Buch, das Bodo Janssen gemeinsam mit Anselm Grün zuletzt veröffentlicht hat. Der Kinofilm „Die stille Revolution“ von Kristian Gründling über Bodo Janssen zum Kulturwandel in der Arbeitswelt hat am 24. Mai in Wien im Filmcasino Premiere. Ein Film von Robert Neumüller.

Montag, 21. Mai, 19.52 Uhr, ORF 2: „Angelika Kirchschlager – Die siebente Gabe“

Sie ist weit über die Grenzen des deutschsprachigen Raumes hinaus bekannt: Die Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager. Aufgewachsen ist die Künstlerin im Salzburger Stadtteil Lehen in einfachen Verhältnissen, jedoch beschützt und liebevoll gefördert von ihren Eltern, die ihr auch einen Glauben an Gott vermittelt haben, der nicht von Angst, sondern von Vertrauen geprägt war.
„Nur ein Mensch zu sein und sich auszudrücken, ist keine Kunst. Kunst entsteht dann, wenn ich in der Lage bin, etwas auszudrücken, das mehr ist als wir Menschen. Wenn ich über den Tellerrand, über das Menschsein hinausschauen kann“, sagt Angelika Kirchschlager zu Beginn dieser „Feierabend“-Sendung am Pfingstmontag. Musik und Glaube sind aus ihrer Sicht eng mit einander verbunden und haben ihr Leben von klein auf geprägt: „Ich bin sehr dankbar, dass ich in diesem Glauben aufwachsen durfte, und jetzt, wo ich mein Leben in der Musik verbringe, kreuzt der Glaube ständig meinen Weg. Wenn ich in der Kirche eine Kerze anzünde, zeigt die Flamme nach oben und stellt eine Verbindung her. So, wie ich eine Verbindung zum Göttlichen herstelle, wenn ich mich vor einem Auftritt konzentriere.“
Ihre Begabung versteht Angelika Kirchschlager im wörtlichen Sinn als eine Gabe – „und eine Gabe muss ja von irgendwem kommen.“ Pfingsten lässt sie in diesem Zusammenhang an die „sieben Gaben des Heiligen Geistes“ denken, speziell an die siebente Gabe – die Gottesfurcht, die nichts mit Angst zu tun hat, sondern mit Respekt. Angelika Kirchschlager empfindet diesen Respekt für alles, was ihr in diesem Leben geschenkt wurde: eine glückliche Kindheit, liebevolle Eltern, Erfolg und Erfüllung im Beruf: „Mein Respekt und meine Dankbarkeit gelten der Tatsache, dass mir dieses Schicksal zuteilwurde. Ich glaube nämlich nicht, dass man sein Schicksal selbst in der Hand hat. Im Gegenteil, wenn man versucht, sein Schicksal in die Hand zu nehmen, widersetzt man sich oft einem Gegebenen. Wenn man sich nicht widersetzt, geht man seinen Weg.“ Ein Film von Michael Cencig.

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