Smart Energy Systems Week Austria 2018 – ENERGIEINFRASTRUKTUR ALS KONSUMGUT?

Wien (OTS) - Die Innovationsveranstaltung SESWA stellt heuer die provokative Frage, ob unsere Energieinfrastruktur, die noch vor 20 Jahren in staatlicher Obhut war, in Zukunft zum Konsumgut werden könnte. Diese Frage diskutierten vom 14.-18. Mai eine Woche lang österreichische und internationale Expertinnen und Experten mit Infrastrukturminister Norbert Hofer und u.a. Bernd Vogl, Leiter der MA 20 - Energieplanung bei der Stadt Wien, sowie der Geschäftsführerin des Klima- und Energiefonds Theresia Vogel und dem Geschäftsführer der Wiener Netze GmbH Thomas Maderbacher.  

Die Veranstaltungsreihe der Smart Energy Systems Week Austria wird seit über 10 Jahren vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und dem Klima- und Energiefonds der Österreichischen Bundesregierung gemeinsam mit Kooperationspartnern aus Energiewirtschaft, Industrie und Kommunen durchgeführt und zählt damit zu den renommiertesten Fachforen der Energie- und Technologie-Community.  

Die diesjährige Fachkonferenz am 16./17. Mai 2018 wird umrahmt von Smart Service Innovation Events und findet ihren Abschluss in einem Workshop der Innovativen Technologie Regionen am 18. Mai 2018. Die Themenschwerpunkte beleuchten aus Nutzersicht Innovationslösungen der Energiewende und erörtern Themenkreise wie Immobilienkraftwerke und Haushaltsenergie, Energie 4.0, kommunale Infrastruktur Angebote bis zur Portfoliodiskussion für Stadtwerke und Netze.  

Norbert Hofer, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie: „Neue Energielösungen und Energietechnologien entwickeln sich zu einem der größten Wachstumsmärkte des 21. Jahrhunderts. Dass Österreich als „Energieinnovationsland“ international sichtbar wird, ist für die Zukunft des Wirtschafts- und Beschäftigungsstandorts entscheidend. Deshalb ist es mir besonders wichtig, Forschung und Innovation in enger Kooperation mit der Wirtschaft voran zu bringen. Dieser Punkt wurde in der österreichischen Klima- und Energiestrategie zentral verankert. Mit dem Beitritt zur internationalen Initiative Mission Innovation sowie der Ausgestaltung von missionsorientierten Forschungs- und Umsetzungsprogrammen sollen Potenziale der Österreichischen Wirtschaft mobilisiert und sichtbar gemacht werden. Damit kann erreicht werden, dass die Dekarbonisierungsentwicklung nicht nur technisch machbar, sondern auch wirtschaftlich tragfähig und sozial verträglich gestaltet wird.“ 

Bernd Vogl, Leiter der MA 20 - Energieplanung bei der Stadt Wien erläutert: „Städte spielen bei den Diskussionen rund um die Energiewende als die großen Verbraucher eine entscheidende Rolle. Wir arbeiten in unserer ambitionierten Smart City Rahmenstrategie an vielfältigen innovativen Lösungen zur Dekarbonisierung der Stadt. So große Herausforderungen brauchen fachlichen Austausch mit Expertinnen und Experten wie ihn diese Konferenz bietet.“ 

Theresia Vogel, Geschäftsführerin Klima- und Energiefonds: „Mit der Smart Energy Systems Week bieten wir seit langem eine ideale Plattform für kritische Geister und kluge Köpfe, für intensive Vernetzung und die Basis zur Umsetzung ambitionierter Projektideen. Egal ob es um den Einsatz erneuerbarer Energie im industriellen Produktionsprozess geht oder um ein neues energieeffizientes Produkt für den klimabewussten Privathaushalt.“ 

„Eine funktionierende Energieinfrastruktur ist Voraussetzung für Versorgungssicherheit und damit für hohe Lebensqualität und einen attraktiven Wirtschafts-standort. Die Verteilernetze werden auch in Zukunft eine entscheidende Rolle beim Funktionieren des Energiesystems spielen. Dabei warten zahlreiche Herausforderungen auf uns. Denn der technologische Wandel wird die Art der Energieversorgung grundlegend verändern. Es braucht ein innovations- und investitionsfreundliches Klima, damit diese Veränderungen in der Energiewirtschaft generell und auch von uns als Netzbetreiber umgesetzt und finanziert werden können. Eine Weiterentwicklung des Marktmodells ist notwendig, das die Veränderungen auf dem Markt berücksichtigt, aber auch um Fehlallokationen zu vermeiden. Es muss ein Umfeld geben, das es uns als Netzbetreiber ermöglicht, unsere zukünftigen Aufgaben im Sinne der Dekarbonisierung und einer digitalisierten Energiezukunft bestmöglich wahrzunehmen“, so DI Thomas Maderbacher, Geschäftsführer der Wiener Netze GmbH.

Die Start-up & Innovation Days zu Beginn der Konferenzwoche bringen hochkarätige Keynote Speaker aus dem Silicon Valley nach Wien. In interaktiven Formaten (Design Thinking Workshop und Open Space Session) lernen Sie österreichische und internationale Startups kennen. Die begleitende Industrieausstellung der Partner wird wie bisher DER Treffpunkt für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sein, um sich über die aktuellen Entwicklungen der Produkte, Dienstleistungen und Services zu informieren. Angesichts der grundlegenden Umorientierung der globalen Energieinfrastrukturen wird die Energiezukunft mit einer Reihe disruptiver Veränderungen einhergehen. Es stellt sich die Frage, wie die disruptiven Umwälzungen stattfinden werden und wer die klassische Versorgungsaufgabe weiterhin wahrnimmt. Sind (Energie-)Dienstleistungen der Shared Services Welt wie Konsumgüter vermarktbar? Werden Energiesysteme und Industrie 4.0 zusammenwachsen?

Rückfragen & Kontakt:

Michael Hübner, Abteilung für Energie- und Umwelttechnologien
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
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Büroanschrift: Radetzkystraße 2, A-1030 Wien
Telefon: +43 1 711 62 - 65 2922
E-Mail: michael.huebner@bmvit.gv.at

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