„matinee“-Doppel: Erinnerung an Hugo Wiener am Sonntag und 40 Jahre Pfingstkonzerte im Stift Melk am Pfingstmontag

Und: Das „Pfingstkonzert 2018“: Joseph Haydns „Die Schöpfung“ in ORF 2

Wien (OTS) - Anlässlich des 25. Todestages des österreichischen Kabarettisten Hugo Wiener am 14. Mai ruft ihn die „matinee“ am Pfingstsonntag, dem 20. Mai 2018, um 9.05 Uhr mit einem Porträt in Erinnerung. Die von Teresa Vogl präsentierte „matinee“ am Pfingstmontag, dem 21. Mai, steht dann ganz im Zeichen des 40-Jahr-Jubiläums der Internationalen Barocktage Stift Melk. Gleich nach der neuen Dokumentation „Klänge des Universums – 40 Jahre Pfingstkonzerte im Stift Melk“ um 9.05 Uhr über das langjährige Musikfestival steht mit Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ das „Pfingstkonzert 2018“ um 9.45 Uhr auf dem Programm von ORF 2.

Sonntag, 20. Mai:

„Hugo Wiener – Der Spaß ein Leben“ (9.05 Uhr)

Viele kannten ihn nur als dezenten Klavierbegleiter seiner Frau Cissy Kraner, aber in Wahrheit war er viel mehr: Ohne Hugo Wiener hätte es weder das alte Simpl-Kabarett noch Karl Farkas und Ernst Waldbrunn in dieser Form gegeben. Wiener war einer der produktivsten Pointen-Lieferanten des heimischen Kabaretts. Unsterblich waren auch seine Lieder: „Der Novak lässt mich nicht verkommen“ ist einer von vielen Klassikern.
Die von Otto Schwarz gestaltete Dokumentation versucht dem Rätsel Hugo Wiener auf den Grund zu gehen: Wie konnte einer wie er, als einziger Überlebender seiner Familie, nach dem Krieg wieder dort anknüpfen, wo er 1938 aufgehört hatte? Seine 2012 verstorbene Witwe Cissy Kraner ließ den Nachlass ihres Mannes zehn Jahre lang unberührt. Vor der Kamera schaute sie im Jahr 2004 erstmals in Wieners Schreibtisch hinein, las aus alten Briefen und erinnerte sich an Lustiges und Schauriges. Ehemalige Kollegen wie – der mittlerweile verstorbene – Fritz Muliar erzählen über Wieners ambivalentes Verhältnis zu Karl Farkas. Köstliche Ausschnitte aus dem Simpl und aus Stücken wie „Ein verrücktes Paar“ und „Pension Schöller“ zeigen Hugo Wieners ganzes humoristisches Potenzial.

Montag, 21. Mai

„Klänge des Universums – 40 Jahre Pfingstkonzerte im Stift Melk“ (9.05 Uhr)

2018 feiern die Internationalen Barocktage Stift Melk ihr 40-jähriges Bestehen. Um die Benediktiner des Stifts bei der Finanzierung der Restaurierungsarbeiten zu unterstützen, wurden 1978 die „Pfingstkonzerte“ gegründet. Bald avancierten diese zu einer eigenständigen Konzertreihe, 40 Jahre später zählen die Barocktage zu den international renommiertesten Festivals für Alte Musik.
Im Mittelpunkt der Dokumentation von Regisseur Volker Werner steht die einzigartige Verbindung zwischen dem Festival und dem Stift Melk. Hier trifft ein moderner Musik- und Kulturbetrieb auf den jahrhundertealten religiösen Lebens- und Klangraum des Stifts, der geprägt ist von einer Atmosphäre spiritueller Heiterkeit und dem Geist menschlicher und intellektueller Offenheit.
Die vergangenen 40 Jahre des Festivals lassen sich in drei Abschnitte gliedern: So tragen die Anfangsjahre die Handschrift von Helmut Pilss, der die Pfingstkonzerte ins Leben rief, um die dringliche Sanierung des Stiftes zu unterstützen. Der zweite Abschnitt ist geprägt durch die Fokussierung der Internationalen Barocktage Stift Melk auf Alte Musik und die Etablierung des Festivals in der internationalen Festivallandschaft unter dem Geschäftsführer Alexander Hauer. Der jetzige künstlerische Leiter des Festivals KS Michael Schade bringt vor allem seine Erfahrung als Barock-, Opern-und Liedinterpret von Weltrang für die programmatische Ausrichtung ein.
Unter Mitwirkung dieser drei Persönlichkeiten führt die Dokumentation von der Gegenwart zurück zu den Anfängen der Pfingstkonzerte und wirft dabei manch ungeahnten Blick hinter die Kulissen.

„Pfingstkonzert 2018“ (9.45 Uhr)

Zum 40-jährigen Jubiläum besinnen sich die Internationalen Barocktage Stift Melk mit ihrem Eröffnungskonzert 2018 einmal mehr auf ihre Wurzeln. Unter der musikalischen Leitung von Stefan Gottfried lässt der Concentus Musicus Wien gemeinsam mit den Solisten Anna Lucia Richter, Michael Schade und Florian Boesch Joseph Haydns berühmtes Oratorium „Die Schöpfung“ erklingen. Für ein besonderes Klangerlebnis sorgt der Bachchor Salzburg, im Finale ergänzt durch den Stifts-Chor Melk. Für die Bildregie zeichnet Volker Werner verantwortlich.
1798 in Wien uraufgeführt, gilt Haydns dreiteiliges Oratorium bis heute als Referenzwerk. Während bis weit in die 1780er Jahre das italienische Oratorium gepflegt worden ist und von den Zeitgenossen immer mehr als veraltet empfunden wurde, brach Haydn – inspiriert von den großen Chorsätzen Händels – mit der bis dahin gelebten Wiener Tradition.
Die Erschaffung der Welt, das Chaos allen Anfangs ist durch pittoreske Naturschilderungen geprägt, die vom Komponisten mit Hilfe von Tonmalereien musikalisch abgebildet wurden. Der neuartige Oratorientypus der „Schöpfung“ sollte für das ganze 19. Jahrhundert bestimmend werden.

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